„Propaganda und Bestechung": Putin zahlt Pensionisten kurz vor Wahl

Präsident Putin will im September ein Geldgeschenk an Pensionisten vergeben. Kurz vor der russischen Parlamentswahl sehen Oppositionelle darin „Propaganda und Bestechung".

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Dieses Bild von Wladimir Putin wurde am 13. Jänner 2021 aufgenommen.
© MIKHAIL KLIMENTYEV

Moskau – Kurz bevor die russische Parlamentswahl ansteht erhalten Pensionisten auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin einmalig umgerechnet rund 115€ (10.000 Rubel). In Anbetracht der niedrigen Einkommen in Russland ist dieser Betrag nicht unerheblich. Aus dem am Dienstag von Putin unterzeichneten Dekret geht hervor, dass das Geld im September ausgezahlt werden soll. Die Abstimmungen zur Staatsduma sind vom 17. bis zum 19. September angesetzt.

Altersarmut ist in Russland weit verbreitet. Vor diesem Hintergrund kritisieren Oppositionelle das Geldgeschenk an Pensionisten: So kurz vor der Wahl sei dies ein Versuch, Stimmen für die Kreml-Partei "Einiges Russland" zu kaufen. Leonid Wolkow, Ein Vertrauter des inhaftierten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny, sprach auf Telegram von "Propaganda und Bestechung von Wählern".

Später am Dienstag soll Putin auf einem Parteitag von "Einiges Russland" sprechen. Dort soll auch das Wahlprogramm der Partei verabschiedet werden. Am Wochenende hatte der Kreml-Chef gesagt, dass er darauf setze, dass die Partei auch in Zukunft seine "Positionen" bewahre. (APA, dpa)


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