„Memory-Beauftragte“ im Krankenhaus Schwaz achten auf Patienten

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Die „Memory-Beauftragten“ im BKH Schwaz haben ältere Patienten im Blick und geben der Bewusstseinsstörung Delir keine Chance.
© BKH Schwaz/Höpperger

Schwaz – Für ältere Menschen sind Operationen vielfach mit einem erhöhten Risiko verbunden, nach dem Eingriff für eine gewisse Zeit an einem akuten Verwirrtheitszustand zu leiden – dem so genannten „Delir“. Wird dies rechtzeitig erkannt, ist es gut therapierbar. Seit 2021 gibt es im BKH Schwaz auf allen Stationen ausgebildete „Memory-Beauftragte“, die speziell auf die Krankheitsbilder Demenz und Delir geschult sind.

Die Ursachen für ein Delir sind laut Spezialisten vielfältig: Auslöser können Infektionen sein, aber auch Schmerzen und körperliche Belastungen nach Operationen oder Nebenwirkungen von Medikamenten. „Besonders ältere Patienten ab dem 70. Lebensjahr und Personen, die bereits mit bestehenden kognitiven Beeinträchtigungen ins Krankenhaus kommen, sind vom Delir betroffen“, erklärt Elisabeth Höpperger, Initiatorin des Projektes Delirmanagement im BKH Schwaz. Das Delir zu erkennen, gestalte sich laut ihr oft schwierig, da die Symptome einer Demenz ähnlich sein können. „Umso wichtiger ist es, entsprechend geschultes Pflegepersonal auf den Stationen zu haben“, sagt Höpperger.

In den vergangenen fünf Jahren wurde das Delirmanagement im BKH Schwaz eingeführt. Pflegekräfte wurden geschult und Orientierungsmaßnahmen umgesetzt.

Inzwischen sind auf allen Stationen ein bis zwei Memory-Beauftragte im Einsatz. Das Projekt entstand in engem Austausch mit Experten der Tirol Kliniken. Um das Thema nachhaltig im Krankenhaus Schwaz zu verankern und weiterzuentwickeln, wurde im Frühjahr die ARGE Demenz-Delir gegründet. (TT)


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