Noch ein Schritt fehlt Salzburg zum Champions-League-Hattrick

Österreichs Meister FC Salzburg will heute (21 Uhr, live Servus TV, Sky) zum dritten Mal in Serie in die Champions League einziehen. Bröndby Kopenhagen bläst indes nach dem 1:2 im Hinspiel zur Aufholjagd.

  • Artikel
  • Diskussion
So soll es im besten Fall auch heute aussehen: jubelnde Salzburger und enttäuschte Dänen.
© APA

Kopenhagen – Die dritte Champions-League-Teilnahme in Serie liegt bereit. Fußball-Meister Red Bull Salzburg startet heute (21 Uhr/live ServusTV und Sky) mit einer 2:1-Führung aus dem Hinspiel ins entscheidende Play-off-Rückspiel bei Bröndby IF. Dänemarks Meister hat zwar seine zuletzt mit Corona infizierten Stammkräfte zurück, die Bullen gehen dennoch als Favorit in die Partie. Dass diese Rolle kein Selbstläufer ist, merkten sie nach einem frühen Rückstand aber schon in Salzburg.

Vor vollem Haus wartet in der Kopenhagener Vorstadt noch einmal eine andere Aufgabe. „Bröndby wird sicher auch mit dem Messer zwischen den Zähnen auf den Platz gehen. Aber die Qualität in unserer Truppe ist so groß, dass ich sehr optimistisch bin“, meinte Salzburg-Trainer Matthias Jaissle am Dienstag beim Abflug nach Dänemark. „Wenn wir unsere Art von Fußball auf den Platz bringen, bin ich mir sicher, dass wir es schaffen, auch in dieser Saison Champions League zu spielen.“

Jaissle würde damit nicht nur in die Fußstapfen seines Vorgängers Jesse Marsch treten, der mit Salzburg zweimal dort vertreten war. Der 33-Jährige wäre auch einer der fünf jüngsten Trainer, die jemals ein Team in der Königsklasse betreut haben. „Ich weiß, woher ich komme – ich war vor zwei Jahren noch U18-Trainer“, sagte Jaissle. „Ich bin sehr demütig und bescheiden aufgrund meiner jungen Trainerkarriere. Daher sehe ich es als Riesenchance und gehe das ganze Spiel mit einer großen Vorfreude an.“

Dasselbe rät der Deutsche auch seinen Schützlingen. Für die hitzige Atmosphäre im Bröndby Stadion habe er seine junge Mannschaft sensibilisiert. Er selbst war dort von 2017 bis 2019 als Co-Trainer tätig.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

Mit Zlatko Junuzovic steht ein Routinier nach seinen Wadenproblemen wieder zur Verfügung. Der 33-Jährige wird aber noch nicht in der Startformation stehen. „Er ist auf einem guten Weg und für uns ein absolut wichtiger Spieler“, sagte Jaissle. „Ich bin sehr froh, dass er zumindest im Kader dabei ist.“ Das gilt auch für Stürmer Mergim Berisha, der laut Jaissle für einen Kurzeinsatz infrage komme. Auf seine Startelf hat sich der Salzburg-Coach laut eigenen Angaben bereits festgelegt. Im Hinspiel war der zur Pause eingewechselte Brenden Aaronson am ersten Tor beteiligt, das zweite erzielte er selbst. Nun wird der US-Amerikaner wohl von Beginn an spielen.

Das gilt auch für Andreas Ulmer. Der Kapitän absolviert in Kopenhagen sein 500. Pflichtspiel für Salzburg. Und der Routinier trat die Reise mit einem „guten Gefühl“ an. „Es sind ganz spezielle Spiele gewesen in der Champions League die letzten Jahre, das wollen wir wieder erreichen“, erklärte der Oberösterreicher.

Aber aufgepasst: Bröndby hat nur drei seiner vergangenen 15 Europacup-Heimspiele verloren. Die Form spricht aber klar für Salzburg. (APA)

Auf den Spuren von Sturm

Salzburg – Erinnern Sie sich noch an Mario Haas, Tomislav Kocijan oder Ivic­a Vastic? Das Trio gehörte zu den Aushängeschildern jener legendären Sturm-Graz-Mannschaft, die 1998 bis 2000 dreimal in Serie in der Gruppenphase der Champions League vertreten war. Red Bull Salzburg könnte nun heute (21 Uhr/live Sky, Servus TV) als zweiter österreichischer Fußball-Club nach Sturm Graz dieses Kunststück perfekt machen. Dem Serienmeister aus Salzburg reicht nach dem 2:1-Heimsieg im Hinspiel auch im Play-off-Rückspiel bei Bröndby IF ein Remis.

Für Österreich wäre es ein kleines Jubiläum, wär­e doch zum zehnten Mal seit deren Einführung als Nachfolgebewerb für den Meistercup im Jahr 1992 ein heimischer Club in der Champions League vertreten. Für die Premiere hatte 1994 der Red-Bull-Vorgängerclub SV Austria Salzburg gesorgt. Salzburg und Sturm halten damit bei bisher jeweils drei Teilnahmen. Rapid Wien kommt auf deren zwei (1996, 2005), die Wiener Austria auf ein­e 2013. Der FC Tirol war mehrmals in der Qualifikation gescheitert.

Die Gruppenphase überstanden hat bisher nur Sturm im Jahr 2000. Für die Steirer kam in der folgenden Zwischenrunde, die damals ebenfalls im Gruppenformat ausgetragen wurde, hinter Valencia und ManUnited das Aus. (t.w., APA)


Kommentieren


Schlagworte