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TT-Analyse zu „Paw Patrol“: Kinderserie zielt auf die Generation YouTube ab

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Matthias Christler

Analyse

Von Matthias Christler

Tom und Jerry können einem fast leid tun, so alt sieht das Katz-und-Maus-Gespann im Vergleich zu den Hundewelpen der „Paw Patrol“ aus. Beide Kinderserien, die eine 1940 erfunden, die andere 2013, versuchen derzeit ihre Geschichten im Kino weiterzuerzählen – und in diesem Duell können Tom und Jerry nur verlieren. Der Hype um die Animationsserie „Paw Patrol“ kennt keine Grenzen, ähnlich wie einst bei Elsa, der Eiskönigin oder Bob, dem Baumeister. Die Kinder lieben die Geschichten, wollen sie immer wieder sehen und erleben jedes Mal ein Happy End. So weit, so harmlos. Doch viele Eltern wissen, was folgt. Spielzeug, Spielzeug, noch mehr Spielzeug und von der Bettwäsche bis zur Jausenbox am besten alles aus der „Paw Patrol“-Kollektion. Der Spielzeughersteller, der die Serie in Auftrag gab, soll bis zu 15 Prozent an jedem Artikel verdienen. Die sechs niedlichen Hunde sind getarnte Goldesel. Und die Serie ist eine Dauerwerbesendung, die es speziell auf die YouTube-Generation abgesehen hat.


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