Beim Karwendelmarsch geht es um den Rekord und eine Heidelbeersuppe

Die Pause endet: Am Samstag (6 Uhr, Start in Scharnitz) stellen sich 2500 Geher und Läufer der Herausforderung Karwendelmarsch.

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Um 6 Uhr morgens kommt beim Karwendelmarsch Leben ins Starterfeld.
© TVB Seefeld

Von Florian Madl

Innsbruck, Scharnitz – Das vergangene Jahr stellte für die Organisatoren des Karwendelmarschs (von Scharnitz bis in die Eng/35 km oder nach Pertisau/52 km) eine Zäsur dar: keine Veranstaltung, das nagte am Nervenkostüm. „Deshalb war es uns besonders wichtig, dass heuer ein Marsch stattfindet“, hält Organisationschef Martin Tschoner fest. Die Corona-Auflagen (3 G) stellen das 300-köpfige Helfer-Team vor eine Herausforderung, 30 Leute kümmern sich diesmal um die Kontrolle der jeweiligen Nachweise.

Dem Flair des Klassikers, der nach Urzeiten (1969 bis 1990) vor zwölf Jahren wiederbelebt wurde, soll das keinen Abbruch tun. Wie immer gehört die Heidelbeersuppe bei der Labestation Eng Alm zu jenen Fixpunkten, auf die sich viele der 2500 Starter freuen. Die meisten hatten ihren Startplatz schon für 2020, mussten Pandemie-bedingt allerdings ein Jahr warten. Mit einem „Karwendelmarsch unlimited“ überbrückten die Veranstalter das Jahr – knapp 500 Individualisten nahmen ein Starterpaket entgegen, um sich allein oder in Kleingruppen der Herausforderung über Karwendelhaus (1771 m Seehöhe), Falkenhütte (1848 m), die Eng (1227 m), Binsalm (1502 m) und Gramai Hochleger (1756 m) bis nach Pertisau am Achensee (932 m) zu stellen.

📍 Karwendelmarsch

  • Termin: 28. August 2021, 6 Uhr
  • Distanzen: 35 Kilometer (Eng) oder 52 Kilometer (Pertisau/Rekord: J. Klein 4:07:20 (GER/2017)
  • Teilnehmer: 2500 Teilnehmer (ausverkauft)
  • Helfer: 300 aus Vereinen, Bergrettung etc.
  • Veranstalter: Tourismusverband Achensee, Olympiaregion Seefeld

www.karwendelmarsch.info

Besonders ambitioniert tritt heuer der Deutsche Florian Neuschwander an. Der 40-Jährige, Sieger beim Wings for Life World Run 2015 in Darmstadt und Laufband-Weltrekordler über 50 und 100 km, möchte den im Jahr 2017 aufgestellten Rekord über die Langdistanz knacken. In 4:07:20 Stunden kam damals sein Landsmann Johannes Klein ins Ziel, die Bedingungen könnten sich am Wochenende als günstig erweisen. Das bestätigt auch OK-Chef Martin Tschoner, der aber an alle Läufer denkt: „Viele wollen einfach nur ins Ziel kommen.“

📽️ Video | So wird die Heidelbeersuppe in der Eng Alm gekocht


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