Sommer 2021 einer der zehn wärmsten der Messgeschichte

An Rekordsommer wie 2003 und 2015 kommt der heurige nicht ran, dennoch liegt die Temperaturbilanz über dem langjährigen Mittel – und fügt sich so in den Trend der immer wärmer werdenden Jahre ein.

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Die heimischen Sommer werden immer heißer.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Obwohl der meteorologische Sommer 2021 sehr wechselhaft und kühl endet, gehört er zu den zehn wärmsten der österreichischen Messgeschichte, zieht die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag Bilanz. „Die genaue Platzierung hängt von den letzten Augusttagen ab. Derzeit dürfte sieht es nach Platz 8, 9 oder 10 aus“, erklärt Klimatologe Alexander Orlik.

Trend zu immer wärmeren Sommern setzt sich fort

Damit fügt sich der heurige Sommer in den Trend der letzten Jahre ein: Unter den fünfzehn wärmsten der 255-jährigen Messgeschichte sind fast nur Sommer der letzten 30 Jahre zu finden: 2003, 2019, 2015, 2017, 2018, 1992, 1811, 2021 (genau Platzierung noch unsicher), 2012, 1994, 2013, 1807, 2002, 1834, 2020.

Auch das Temperaturmittel unterstreicht diese Beobachtung: Der Sommer 2021 liegt in der vorläufigen Auswertung um 0,6 Grad über dem langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 und 2,4 Grad über einem durchschnittlichen Sommer zwischen 1961 und 1990.

Hitzetage in Tirol etwas unter Durchschnitt

Beim Blick auf die Hitzetage (mindestens 30 Grad) sieht die ZAMG ein Ost-West-Gefälle. Während im Süden und Osten Österreichs überdurchschnittliche viele gemessen wurden, liegt die Zahl im Westen und Norden knapp unter dem Mittel – so auch in Innsbruck, wo heuer 19 Hitzetage gezählt wurden.

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Auch hier betont Orlik die massive Erwärmung im Laufe der letzten Jahrzehnte: „So viele Hitzetage wie heuer hätten vor nur 30 Jahren in vielen Regionen Österreichs einen neuen Rekord bedeutet. Mittlerweile sind sie der Normalfall und die Rekorde der Landeshauptstädte liegen größtenteils im Bereich von über 40 Hitzetagen, gemessen in den Sommern 2003 und 2015.“

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Da in den kommenden Tagen noch jede Menge Regen auf uns zukommt, ist eine endgültige Niederschlagsbilanz für den Sommer 2021 noch nicht sinnvoll. Laut der ZAMG lässt sich aber bereits sagen, dass es in Tirol sowie in Vorarlberg, Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, Wien und in der nördlichen Steiermark durchschnittlich viel, wenn nicht mehr, geregnet hat.

Stellenweise dürften die Werte 15 bis 50 Prozent über dem Mittel liegen. Relativ trocken war es dagegen in Kärnten, in der südlichen Steiermark sowie im Südburgenland (-15 bis -40 Prozent). (TT.com)


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