Neuer Dorfchef Markus Freimüller will die Jungen in Fritzens halten

Der Gemeinderat wählte Markus Freimüller zum Bürgermeister. Mit Daniela Pfurtscheller bekommt Fritzens erstmals eine Frau als Vize.

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Das neue Führungsduo in Fritzens: Bürgermeister Markus Freimüller und seine Stellvertreterin Daniela Pfurtscheller.
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Von Denise Daum

Fritzens – Nach dem Rücktritt von Langzeitbürgermeister Josef Gahr wählte der Gemeinderat am Donnerstagabend Markus Freimüller von der Fritzner Gemeindeliste zum neuen Bürgermeister. Freimüller führte bereits seit Ende Juli als Vizebürgermeister die Amtsgeschäfte der Gemeinde. Der 41-Jährige zog im Jahr 2004 in den Gemeinderat ein. Die Oppositionsparteien übten heftige Kritik daran, dass der Wahlvorschlag vorab nicht mit ihnen besprochen wurde. Damit dürfte auch erklärt sein, warum Freimüller und Pfurtscheller jeweils nur acht der 15 Stimmen erhielten.

Das Klima im Gemeinderat sei allgemein aber ein sehr gutes: „Nahezu alle Beschlüsse fallen einstimmig, das soll auch in Zukunft so sein“, betont Freimüller, der auf eine offene Kommunikation setzt. Beschäftigen wird ihn in den kommenden Jahren vor allem der Neubau des Bahnhofs. „Hier gilt es eine gute Lösung für Fußgänger, Pendler und Radfahrer gleichermaßen zu finden“, sagt Freimüller. Die Planungsphase startet nächstes Jahr. Davon abgesehen hat Freimüller ein großes Ziel: die junge Bevölkerung im Dorf zu halten. Dazu brauche es vor allem leistbaren Wohnraum. Neben Starterwohnungen für Junge soll auch betreubares Wohnen für Ältere in Fritzens geschaffen werden.

Zu Freimüllers Stellvertreterin wählte der Gemeinderat seine Listenkollegin Daniela Pfurtscheller. Die 43-Jährige ist seit 2010 im Gemeinderat, seit 2016 als Gemeindevorständin. „Dass mich unser Altbürgermeister für den Posten der Vizebürgermeisterin vorgeschlagen hat, war für mich eine große Motivation, diese Herausforderung auch anzunehmen“, sagt Pfurtscheller. Die Krankenschwester und zweifache Mutter kümmert sich gern um andere, wie sie sagt. Sowohl Freimüller als auch Pfurtscheller wollen ihr politisches Engagement auch nach der Wahl 2022 fortsetzen.


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