Plus

Apokalypse auf der Alm: Heuer schon zehn Wölfe in Tirol nachgewiesen

Etwa 300 Schafe und einige Rinder wurden heuer in Tirol von Wölfen oder Bären gerissen. Immer mehr heimische Bauern fürchten um ihre Zukunft. Ein Endzeit-Stimmungsbild.

  • Artikel
  • Diskussion (11)
Hunderte Schafe wurden im Laufe des heurigen Sommers frühzeitig von den Almen getrieben.
© iStock

Von Benedikt Mair

Thaur, Innsbruck – Der Tag wird kommen, an dem auch die letzten verbliebenen Bauern aufgeben. Und ihre Tiere im Tal belassen, statt sie auf die Alm zu treiben. Dort oben kann sie niemand schützen. Viele Hochweiden sind da schon längst verschwunden. Aus den idyllischen, einst als Postkartenmotiv beliebten Gebieten wurden wilde, von Gestrüpp überwucherte Ödnisse. Seit Jahren wagen sich immer weniger Menschen in die Wälder oder gar über die Baumgrenze hinaus. Sie fürchten, angegriffen zu werden. Der Tag wird kommen, an dem Tirol nicht mehr das ist, was es einmal war.


Kommentieren


Schlagworte