3-G ist die Regel an Tiroler Unis, für Medizinstudenten gilt aber 1-G

39.000 Studierende kehren an Tirols Universitäten und Hochschulen zurück. Faßmann glaubt an möglichst umfangreiche Präsenzlehre im Wintersemester.

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Die Universität Innsbruck kann künftig nur unter Einhaltung der 3G-Regel besucht werden.
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Von Peter Nindler

Innsbruck – Nach der Schule Anfang September starten auch die acht Tiroler Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen in das kommende Wintersemester. Rund 39.000 Studierende, davon rund 35.000 in Innsbruck, hoffen auf einen halbwegs normalen Universitätsbetrieb mit Präsenzlehre. Gestern haben sich die Hochschulvertreter mit Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) über die Herausforderungen ausgetauscht. Das Präventionskonzept ist klar umrissen. Allgemein gilt die 3-G-Regel, an der Medizin-Uni hingegen der vollständige Impfnachweis.

„Die Universitäts- und Hochschulleitungen haben es damit in der Hand, flexibel auf ihre eigenen Anforderungen und dynamisch auf die aktuelle Infektionslage eingehen zu können“, sagt Faßmann. Der Vizerektor der Universität Innsbruck, Bernhard Fügenschuh, weist darauf hin, dass an seiner Uni die 3-G-Regel schon seit dem Sommersemester nicht nur für die Teilnahme an Präsenzlehrveranstaltungen und Präsenzprüfungen angewendet werde, sondern auch für Terminbuchungen in der Studienabteilung und im Prüfungsreferat sowie für die Sitzplatzbuchung in der Universitätsbibliothek. „Daran wollen wir auch im Wintersemester festhalten.“

Ähnlich argumentiert Rektor Andreas Altmann von der unternehmerischen Hochschule MCI in Innsbruck. „Wir müssen besondere Sorgfalt walten lassen.“ Die Medizinische Universität Innsbruck schreibt ihren rund 470 Erstsemestrigen die vollständige Impfung vor. „Im Spitalsbereich geht die Sicherheit aller Patientinnen und Patienten vor“, begründet Rektor Wolfgang Fleischhacker diese Vorgangsweise. Er rechnet deshalb mit einer Durchimpfungsrate der Innsbrucker Medizinstudierenden von mehr als 90 Prozent. Derzeit liegt sie bei rund 80 bis 85 Prozent.

Ende September und Anfang Oktober soll noch einmal intensiv um die Impfung unter den Studenten geworben werden, so werden an bestimmten Terminen auch am Campus der Universität Innsbruck und an weiteren Hochschulen niederschwellige Impfaktionen angeboten. Für Wissenschaftsminister Heinz Faßmann benötigt es „genau solche kreativen, niederschwelligen Angebote, um die Impfrate zu steigern“.

Die 1-G-Regelung (nur Geimpfte), wie sie einzelne Rektoren in Österreich für die Universitäten generell vorschlagen, hält der Wissenschaftsminister zwar für rechtlich möglich, aber schwer durchsetzbar. Deshalb halte er viel von einer systematischen 3-G-Regel, wie er betont.


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