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An der Bahnstrecke Pflach wird es bald leiser werden

Land Tirol, ÖBB und Gemeinde konnten sich einigen. Fünf Übergänge werden aufgelassen – darunter auch die „umkämpfte“ Säulingzufahrt.

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Bürgermeister Helmut Schönherr freut sich, ein Projekt eintüten zu können, das ihn auf Grund schwieriger Verhandlungen mit Grundeigentümern und Anrainern schon 18 Jahre begleitet.
© Mittermayr

Von Helmut Mittermayr

Pflach – „Daran gewöhnst du dich einfach nie, wenn um sechs Uhr Früh das Signalhorn des Zuges das erste Mal geht.“ Bürgermeister Helmut Schönherr möchte nicht gerade behaupten, dass die Pflacher gezwungenermaßen allesamt zu Morgenmenschen mutiert wären, aber die Lage der Bahnstrecke mitten im Wohngebiet und die Vielzahl der Übergänge hätten schon zu einer besonderen akustischen Verbundenheit geführt. „Zehn Übergänge und bei jedem musste dreimal gepfiffen werden. Da kann sich jeder ausmalen, was das bedeutet.“ Damit ist bald Schluss. Land, ÖBB und Gemeinde Pflach konnten nach Verhandlungen, die sich fast zwei Jahrzehnte dahingezogen haben, eine Einigung erzielen. Denn immer wieder hatten sich Grundbesitzer gegen Inanspruchnahmen gewehrt und damit neue Anläufe ausgelöst. Auch mögliche neue Verkehrsflüsse im Wohngebiet hatten Widerstand ausgelöst. Nun werden fünf der zehn Übergänge geschlossen und vier beschrankt, womit sich Signaltöne künftig erübrigen werden. Ein einziger Fußgängerübergang wird weiterhin mit Ton „bespielt“ werden.


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