Einsatz für Tiroler Feuerwehrleute am Peloponnes beendet

Die Tiroler Feuerwehrmänner, die in Griechenland beim Löschen der Waldbrände geholfen haben, sind zurück.

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Die Tiroler Feuerwehrmänner beim Löschen von Glutnestern am westlichen Peloponnes. Jetzt sind die Helfer wieder zuhause.
© LFV Tirol

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Der Einsatz der Tiroler Feuerwehr in Griechenland ist beendet. „Die fünf Männer, die zuletzt am westlichen Peloponnes bei der Bekämpfung der Waldbrände geholfen haben, sind wieder da“, sagt Toni Wegscheider vom Landesfeuerwehrverband: „Sie sind mit dem Tanklöschfahrzeug wohlbehalten in der Heimat eingetroffen.“ Noch in Griechenland wurde den Tirolern eine große Ehre zuteil.

Die Feuerwehrmänner aus Landeck, Reutte, Schwaz, Prägraten und Scharnitz haben neben der Ausrüstung aber auch jede Menge Eindrücke aus Griechenland mitgebracht: „Die Leute waren unglaublich dankbar, die Kinder riefen nach uns, wenn sie uns sahen“, erzählt der Scharnitzer Christian Ihrenberger. Anders die Situation, wenn der Wind aufkam und die Flammen wieder zu entfachen drohten. „Dann brachen regelrecht Unruhen aus, die Leute hatten unheimliche Angst um ihre Schafe, Ziegen und Olivenbäume. Die Armut ist groß, die Tiere und Bäume sind ihre Existenz.“ Ausgebrannte Autos und verkohlte Gebäude waren stumme Zeugen des Elends.

Wie schon die abgelösten Tiroler Feuerwehrmänner zuvor hatten auch Ihrenberger und Kollegen die Aufgabe, ein Tal und einen Höhenrücken zu überwachen und aufflammende Brände zu löschen. „Wir wurden von der griechischen Feuerwehr zu 35 Einsätzen geschickt“, erzählt der Scharnitzer. Vor allem einen Auftrag empfanden die Tiroler als große Ehre: „Wir wurden damit betraut, Olympia zu schützen. Die antiken Sportanlagen sind Weltkulturerbe und der ganze Stolz der Griechen.“

Die vorerst letzte Herausforderung für die griechischen Feuerwehren und ihre Tiroler Helfer war ein Wirbelsturm, der am westlichen Peloponnes wütete und die Flammen wieder auflodern ließ. „So einen Sturm kennt man in Tirol nicht“, schildert Ihrenberger: „Die Griechen sagten schon vorher: Wenn wir den Sturm überstehen, haben wir es geschafft. Und so war es dann auch.“

Ihrenberger und seine vier Kollegen waren die zweite Mannschaft aus Tirol, die an der Seite eines Salzburger Kontingents in Griechenland bei der Bekämpfung der Waldbrände geholfen haben. Auch die 35 Salzburger sind wieder daheim.


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