WSG Tirol verlor nach langer Regenpause in Klagenfurt trotz Überzahl

Fast zwei Stunden Unterbrechung, ein verrücktes Spiel – und am Ende die erste Saison-Niederlage. Die WSG Tirol verlor mit 1:2 in Klagenfurt.

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Für Fabian Koch und seine WSG gab es bei starkem Regen in Klagenfurt nichts zu holen.
© APA/Eggenberger

Von Tobias Waidhofer

Klagenfurt – Es goss aus Kübeln. Es hagelte. Und irgendwann ging (vorerst) gar nichts mehr – nach 19 Minuten unterbrach Schiedsrichter Josef Spurny gestern das Duell zwischen Austria Klagenfurt und der WSG Tirol, weil die Gewitterwolken über der Kärntner Landeshauptstadt offenbar den Tag der offenen Tür ausgerufen hatten. Es wurde in der Folge lange zugewartet, bevor die Partie um 18.59 Uhr, also nach fast zwei Stunden Unterbrechung, wieder angepfiffen wurde.

Beim Re-Start war die WSG dann gleich hellwach und startete mit einem tollen Angriff: Leon Klassen nützte einen Timossi-Andersson-Fehler und war auf und davon. In der Folge bediente der Ex-60er Tobias Anselm, der ein Auge für Sturmpartner Giacomo Vrioni bewies – 0:1 (23.).

WSG ließ Möglichkeiten liegen

Und die WSG hätte in dieser Phase gegen schläfrige Klagenfurter noch viel öfter treffen müssen: Doch zuerst ließ Anselm zwei tolle Möglichkeiten liegen, dann köpfelte Raffael Behounek einen Blume-Eckball an die Latte (26.). Auch ohne den angeschlagenen Thomas Sabitzer waren die Tiroler der klare Herr am Rasenviereck.

Das änderte allerdings nichts daran, dass dem Aufsteiger nach 35 Minuten aus dem Nichts der Ausgleich gelang, weil Pat­rick Greil nach starkem Timossi-Andersson-Assist ins kurze Kreuzeck traf (36.). In der Nachspielzeit schaltete sich dann zum vierten Mal (!) in den ersten 45 Minuten der VAR ein und erkannte zu Recht ein Foul im Strafraum von Awoudja an Greil – den fälligen Elfmeter verwandelte Turgay Gemicibasi zum 2:1 (45.+4), viel verrückter kann eine Halbzeit kaum ausfallen. „Wir haben einige schwere Fehler gemacht und die wurden beinhart bestraft“, meinte Manager Stefan Köck zur Pause.

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Und die WSG legte wieder zu: Der Lohn war dann eine Rote Karte für Klagenfurt-Keeper Menzel, der gegen Vrioni die Notbremse zog (54.). Allerdings vor dem Strafraum. Der folgende Freistoß brachte nichts ein. Die Pacult-Truppe zog sich jetzt natürlich zurück. Viel mehr als einen ungefährlichen Blume-Abschluss von der Strafraumgrenze, einen Rogelj-Kopfball und einen Petsos-Volley gab’s aber vorerst aus Tiroler Sicht nicht zu vermelden.

Die WSG konnte auch in sieben Minuten Nachspielzeit nicht mehr zulegen. Die unnötige Schlappe mit Licht, aber auch viel Schatten war irgendwie ein Spiegelbild der bisherigen WSG-Saison. Die erste Niederlage der Spielzeit bedeutete auch, dass die WSG nun in der Liga schon seit elf Runden sieglos ist.

⚽⏱ Bundesliga, 6. Spieltag: Austria Klagenfurt - WSG Tirol


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