Ein wichtiger Heimsieg für Wacker mit der üblichen Zitterei

Der FC Wacker Innsbruck feierte am Sonntag den dritten Saisonsieg. Gegen Amstetten avancierte Okan Aydin mit dem 1:0 in der dritten Minute zum Matchwinner.

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Erleichterung nach dem Schlusspfiff im Tivolistadion – Wacker-Trainer Daniel Bierofka mit dem Sieg-Torschützen Okan Aydin.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – Mit dem 1:0-Erfolg am Sonntag gegen Amstetten meldete sich der FC Wacker mitten im breiten Feld der Aufstiegskandidaten der zweiten Liga zurück. Während sich die kampfstarken Niederösterreicher über die erste Saisonniederlage ärgerten, hielt sich bei den Schwarz-Grünen die Freude in Grenzen. Denn trotz einer sehr starken ersten Halbzeit war nach dem Wechsel die ebenso übliche wie ärgerliche Zitterei in der Schlussphase angesagt.

Dabei begann die Matinee im Tivoli mit einem wahren Angrifffurioso der Tiroler. Im Mittelpunkt Okan Aydin, der bereits in der dritten Minute mit einem herrlichen Schlenzer ins rechte Kreuzeck die 1920 Zuschauer im Tivoli jubeln ließ. Fünf Minuten später traf der 27-jährige Techniker mit einem ähnlichen Kunstschuss nur die Latte. Trotz drückender Überlegenheit wollte das befreiende zweite Tor nicht fallen. Auch deshalb, weil Raphael Galle, der am Sonntag seinen 22. Geburtstag feierte, zwei große Möglichkeiten vergab.

Wer sich nach dem Wechsel ähnlich starke Hausherren erwartete, wurde bitter enttäuscht. Trotz Führung fehlte es am nötigen Selbstvertrauen, an der Ballsicherheit, am Willen, den Ball zu fordern und weiter Chancen herauszuarbeiten. Wie so oft, eigentlich fast immer, war in der Schlussphase das große Zittern angesagt. Florian Kopp musste in der 90. Minute nach einem Patzer von Alexander Eckmayr, der sonst den Corona-erkrankten Wacker-Goalie Marco Knaller souverän vertrat, auf der Linie retten.

Mit dem sehnlichst erwarteten Schlusspfiff war der dritte Saisonsieg perfekt, mit dem sich der FC Wacker mitten im siebenköpfigen Feld der Lustenau-Verfolger – alle elf Punkte! – einreihte. Das freute auch Investor Michail Ponomarew, für den der krasse Rückfall in den zweiten Minuten wohl ebenso rätselhaft war wie für die treuen Fans auf der Tribüne. Daher wurden von Spielern und Trainer die drei Punkte zwar als positiv abgehakt, aber natürlich der unerklärliche Rückfall thematisiert. „Die erste Halbzeit war richtig gut, nur hätten wir mindestens 3:0 führen müssen. Dann regierte plötzlich wieder eine unerklärliche Unsicherheit. Das scheint eine Kopfsache zu sein“, so Trainer Daniel Bierofka. Torschütze Okan Aydin und Kapitän Lukas Hupfauf sahen es ähnlich kritisch: „Immer das Gleiche – zuerst verpassen wir eine klare Führung, dann geben wir das Spiel förmlich aus der Hand. Daran müssen wir arbeiten.“ So gesehen kommt die Länderspielpause für den FC Wacker gerade recht.

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⚽ 2. Liga, 6. Spieltag

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  • FC Dornbirn - Kapfenberger SV 4:1 (1:1)
  • SKN St. Pölten - Young Violets Austria Wien 2:0 (2:0)
  • GAK - Vorwärts Steyr 4:0 (2:0)
  • Rapid Wien II - Austria Lustenau 1:2 (0:0)
  • Wacker Innsbruck - SKU Amstetten 1:0 (1:0)

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