Plus

Köstinger im Interview: „Nicht die Bauern tragen die Schuld“

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) will im Kampf gegen den Klimawandel die regionale Produktion forcieren. Im Zuge der Agrarreform sollen Almauftriebsprämien und Tierwohl erhöht werden.

  • Artikel
  • Diskussion (4)
Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) fordert im TT-Interview faire Preise für regional produzierte Lebensmittel.
© BMLRT

Nach langem Tauziehen ist eine neue Strategie für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) in der EU fixiert worden. Ein Viertel der Agrarförderungen wird künftig an Umweltmaßnahmen gekoppelt. Das EU-Parlament forderte einen höheren Anteil. Warum ist die Agrarreform dennoch, wie Sie es genannt haben, ein „Öko-Meilenstein“?

Elisabeth Köstinger: Für Länder, die in dem Bereich Umwelt- und Klimaschutz bisher wenig oder nichts gemacht haben, ist das ein kompletter Systemwechsel. Man darf nicht immer von der österreichischen Landwirtschaft ausgehen, die ist anderen Ländern weit voraus. Wir haben Länder im Osten Europas, die hier in den letzten Jahrzehnten wenig Initiativen gesetzt haben. Die EU muss 27 Staaten unter ein Dach bringen. Für uns war es wichtig, dass wir diese 25 Prozent zustande bringen. Weil das ein ganz maßgeblicher Auftrag für den Klimaschutz sein wird.

In Österreich bereits gesetzte Klimaschutzmaßnahmen werden in der künftigen GAP angerechnet. Was wird sich für die österreichischen Landwirte ändern?


Kommentieren


Schlagworte