Mordermittlungen vor 55 Jahren auf dünnem Eis

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Kriminalromane, die einen in die Vergangenheit führen, haben ihren besonderen Reiz: Sie leben nicht nur von der Story an sich, sondern auch davon, wie überzeugend sie in die Epoche führen, in der sie spielen.

In Leopoldstadt ist es das Jahr 1966, ein Schwarzer das Opfer, am Ufer des Wien-Flusses, ohne Papiere. Der erste Weg führt Inspektor Fodor in die US-Botschaft, in der man jedoch auffällig deutlich nichts von diesem Mann wissen will. Auch die weiteren Ermittlungen weisen den Chefinspektor in neblige Gefilde, er wird von einer Limousine verfolgt, alles deutet auf eine Agentengeschichte im Kalten Krieg hin. Aber ...

Das Zeitbild, das mit der spannenden Geschichte vermittelt wird, ist dicht, überzeugend. Auch die Sprache ist authentisch gesetzt.

Sabina Naber: Leopoldstadt. Emons Verlag, 320 Seiten, 13,40 Euro.

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Das Opfer brutal ans Kreuz genagelt

In seinem Heimatdorf muss Andreas Auer von der Kripo Lausanne ermitteln – es fängt mit einem Toten an, der wie Jesus am Kreuz in der Kirche platziert ist. Nicht allzu schwer zu entdecken ist auch ein Bibelspruch. Das ist der Anfang einer Mordserie, mit Wurzeln in der Kindheit.

Marc Voltenauer: Licht in dir ist Dunkelheit. Emons Verlag, 448 Seiten, 18,50 Euro.

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Tödlicher Dreh im Kloster Eberbach

Tatsächlich ist das Rheingauer Kloster Eberbach ein bekannter Drehort: Der Name der Rose wurde hier gefilmt. Während der Dreharbeiten zu einer Dokumentation ereignen sich wohl inszenierte Morde. Die Ex-Polizistin Norma Tann kommt dem Täter auf die Spur.

Susanne Kronenberg: Mord im Kloster Eberbach. Gmeiner Verlag, 281 Seiten, 13,40 Euro.


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