Zangerl kritisiert Regierung: „Kalte Progression gehört endlich gestoppt“

„Viele Ankündigungen und keine Taten“ sieht der schwarze Tiroler AK-Präsident in den türkis-grünen Plänen für eine Steuerreform. Die kalte Progression sei reine Abzocke und gehöre endlich gestoppt,so Zangerl.

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AK-Präsident Erwin Zangerl lässt kein gutes Haar an den Steuerplänen der Koalition.
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck – Der schwarze Tiroler AK-Präsident Erwin Zangerl hat die von der türkis-grünen Regierung geplante Steuerreform kritisiert. „Viele Ankündigungen und keine Taten“, meinte Zangerl am Dienstag in einer Aussendung zu den „zahlreichen Aussagen der Regierung zur Senkung der Steuern“. Die kalte Progression sei reine Abzocke und gehöre endlich gestoppt.

„Die Steuerlast für die Beschäftigten ist in Österreich ohnehin überproportional hoch, die absolute Frechheit ist jedoch, dass es bei uns jährlich eine versteckte Steuererhöhung gibt, die fix in das System eingebaut wurde“, so der Tiroler AK-Chef. Diese sogenannte kalte Progression spüle dem Finanzminister auf Kosten der Steuerzahler Milliarden in die Kassen und sei nichts anderes als eine ungerechtfertigte Steuererhöhung. Diese werde dann verwendet, um vollmundig angekündigte „Steuererleichterungen“ zu finanzieren, kritisierte er weiter.

Es sei ein unschönes Instrument, mit dem die Bundesregierung in den vergangenen Jahren den Steuerzahlern das Geld aus den Taschen gezogen habe und weiter ziehe. „Die Steuerzahler zahlen sich jede Entlastung selbst, das wird auch bei der angekündigten Entlastung im Zuge der CO2-Bepreisung nicht anders sein“, sagte Zangerl. Der „Taschenspielertrick“ gehe weiter, vor allem auf Kosten der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.


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