Umleitung in Roppen: „Da haben sich wilde Szenen abgespielt“

Roppens Bürgermeister Ingo Mayr appelliert an Eigenverantwortung von Radfahrern, die durch Bauarbeiten behindert wurden.

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Die Umleitung in Roppen sorgte bei Radfahrern für Verwirrung.
© Parth

Von Thomas Parth

Roppen – Der Inntalradweg von Imst nach Ötztal-Bahnhof ist in beide Richtungen gut frequentiert. Momentan stellen sich den Radfahrern zwei unüberwindbare Hindernisse in den (Radl-)Weg. Mit den Baustellen in Ötzbruck und Riedegg verbreitern die ÖBB aktuell die Bahnunterführungen. Bauzäune schützen die Baustellen vor „unbefugtem Betreten“ sowie vor Haftungsfragen bei möglichen Unfällen. Die Radfahrer werden zwar durch Hinweisschilder umgeleitet, was einigen dann aber doch als zu großer Umweg erscheint.

Einheimische, die zum Schwimmen in die Area 47 wollten, hätten sich „zu helfen gewusst“ und sich durch die Absperrung gezwängt. „Es sind aber auch Radfahrer mit Radlanhängern und Kindern beobachtet worden, die über die Bahngleise wollten“, schüttelt Roppens Bürgermeister Ingo Mayr verständnislos den Kopf. Da hätten sich wilde Szenen abgespielt.

„Verirrte“ Radfahrer querten an zwei anderen Stellen die stark befahrene Tiroler Straße. Einmal auf Höhe „Grillstube“ und Gewerbegebiet. Allzu verwegene Mountainbiker versuchten ihr Glück gar auf Höhe der „Prantl-Kurve“. Hier ist die 60-km/h-Beschränkung bereits aufgehoben und Pkw-Lenker wie Lkw- und Motorradfahrer setzen zur Beschleunigung an. Eine langgezogene Kurve schränkt zudem die Sicht auf die Straße stark ein. „Die Straße an dieser Stelle zu kreuzen, ist absolut lebensgefährlich!“, unterstreicht Mayr. Er appelliert an den Hausverstand und die Eigenverantwortung der Radfahrer. „Die Sperre der Unterführungen soll nur noch wenige Tage bestehen, bis die Strecke asphaltiert und damit wieder frei befahrbar ist“, weiß der Bürgermeister.

Einem Mountainbike-Trail durch das Sautner und Roppener Forchet, welcher den Radfahrerstrom kanalisieren würde, steht Mayr hingegen skeptisch gegenüber. „In Roppen ist das ein heikles Thema. Dazu wollen wir im Frühjahr mit Grundeigentümern zusammenkommen und Gespräche führen“, kann Mayr bestätigen.


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