Spendensammler des Roten Kreuzes klopfen im Bezirk Landeck an

Im Rotkreuz-Bezirk Landeck ist ab 13. September ein zehnköpfiges Team von Haus zu Haus unterwegs. Die Sammler, meist Studenten, stellen sich mit Ausweis vor.

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Die Rotkreuz-Geschäftsführer Paul Errath (l.) und Andreas Mayer stellten am Dienstag die bezirksweite Spendensammelaktion vor.
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Von Helmut Wenzel

Landeck, Zams – Es soll immer wieder auch „Trittbrettfahrer“ und Betrüger geben, die in roten Uniformen an den Haustüren klingeln, um Spenden im Namen des Roten Kreuzes zu sammeln. „Leider können wir das nicht verhindern“, erläuterten gestern die beiden Rotkreuz-Geschäftsführer im Bezirk Landeck. „Immer wieder haben wir es dann mit Reklamationen von Spendern zu tun. Sie wollen Sicherheit, dass ihre Spende tatsächlich auch bei uns eintrifft.“

Faktum ist, dass der bezirksweite Verein Rotes Kreuz Landeck auf Spenden angewiesen ist. In der Bilanz 2020 etwa sind Spenden in Höhe von 490.000 Euro ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund habe man erstmals nach 2015 wieder eine Spendensammel- aktion vorbereitet – in Zusammenarbeit mit der auf Fundraising spezialisierten Firma HSP.

Der Dienstleister HSP stellt ab 13. September ein zehnköpfiges Team – meist Studenten, auch aus Südtirol – für den sechs- bis achtwöchigen Einsatz im Bezirk Landeck. „Sie sind täglich außer Sonntag von 9 bis 20 Uhr unterwegs und werden vorher von uns eingeschult“, hob Mayer hervor. „Sie tragen Uniformen mit dem Land-ecker Rotkreuz-Logo und haben einen Ausweis.“

Aufdringliches Verhalten ist, so Mayer, den Spendensammlern auf ihrer Haus-zu-Haus-Tour ausdrücklich untersagt. Und: „Sie nehmen kein Bargeld an.“ Vielmehr würden die jungen „Fundraiser“ versuchen, fördernde Mitglieder für das Rote Kreuz Landeck zu gewinnen. Man hofft auf ein Spendenvolumen von 250.000 Euro.

Eine ablehnende Antwort an der Haustüre werde ohne Wenn und Aber akzeptiert. Trotzdem werde an alle kontaktierten Personen ein Erste-Hilfe-Set verteilt – als Werbegeschenk. Wer spenden oder Rotkreuz-Mitglied werden will, kann seinen Beitrag per Bankeinzug oder Erlagschein bezahlen. Eine Mitgliedschaft, die jederzeit kündbar ist, bringe Vorteile für die ganze Familie – etwa Vergünstigungen bei Kranken- und Rückholtransporten innerhalb Österreichs, bei Erste-Hilfe-Kursen und Hubschrauber-Bergekosten.

Neueste Zahlen hat kürzlich Bezirksobmann Christian Klimmer bei der internen Jahreshauptversammlung vorgelegt. Demnach zählt der Rotkreuz-Bezirk 60 hauptberufliche Mitarbeiter, 15 davon sind bei den Corona-Teststationen im Einsatz. Dazu kommen 380 ehrenamtlich tätige Rotkreuzler sowie 5413 unterstützende Mitglieder bzw. Förderer.


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