Hinteregger: „Wir wollen zur WM, deswegen muss man in Israel gewinnen"

Laut dem Eintracht-Frankfurt-Legionär könne man die Weiterreise nach Israel relativ ausgeruht antreten. „Keiner hat sich so wirklich auspowern müssen, weil der Gegner doch sehr dezent war", erklärte Hinteregger.

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Die ÖFB-Kicker mit Martin Hinteregger hoffen auf den nächsten "Pflichtsieg" in Israel.
© GEPA pictures/ Philipp Brem

Chisinau – Österreichs Nationalspieler haben ihren Fokus nach dem 2:0-Arbeitssieg am Mittwoch in Chisinau gegen die Republik Moldau bereits auf Israel gerichtet. Am Samstag (20.45 Uhr/live ORF 1) in Haifa müssen weitere drei Punkte her, um im Kampf um die Direkt-Qualifikation für die WM in Katar zumindest im Rennen zu bleiben. "Es wird der nächste Pflichtsieg für uns. Wir wollen zur WM, deswegen muss man in Israel gewinnen", betonte Verteidiger Martin Hinteregger.

Die ÖFB-Abwehrreihe war beim krassen Außenseiter Moldau nie wirklich gefordert. Laut Hinteregger könne man die Weiterreise nach Israel am Donnerstagnachmittag relativ ausgeruht antreten. "Wir nehmen auf alle Fälle mehr Kraft mit. Keiner hat sich so wirklich auspowern müssen, weil der Gegner doch sehr dezent war", erklärte der Eintracht-Frankfurt-Legionär.

Hinteregger: "Es kann auch 7:0 oder 8:0 ausgehen"

Mit dem Toreschießen ließen sich die Österreicher aber Zeit. "Trotzdem war es ein souveräner Sieg. Es kann auch 7:0 oder 8:0 ausgehen", meinte Hinteregger, der für die Abstimmungsprobleme in der Offensive auch Ausfälle von Stammkräften wie Stefan Lainer, Xaver Schlager, Marcel Sabitzer oder Sasa Kalajdzic verantwortlich machte. "Es war ein sehr souveräner Sieg. Nichtsdestotrotz wäre es, glaube ich, mit der vollen Kapelle noch einfacher geworden."

Ersatzmann Louis Schaub zeigte eine ansprechende Leistung, musste laut Teamchef Franco Foda eine Viertelstunde vor Schluss aber wegen Wadenproblemen vom Platz. "Wir hatten das Spiel immer unter Kontrolle", sagte Schaub. Man dürfe den Gegner allerdings nicht so lange schnuppern lassen. "Wir hätten uns das Leben leichter machen können. Vielleicht schaffen wir es in den nächsten Spielen, dass wir aus weniger Chancen mehr Tore machen."

Arnautovic: "Wir haben souverän gewonnen"

Für die Entscheidung sorgte Marko Arnautovic erst in der 94. Minute mit dem 2:0. Mit 28 Länderspiel-Toren ist er nun die geteilte Nummer vier der ewigen ÖFB-Schützenliste. Dass die Österreicher in Chisinau Schwierigkeiten gehabt hätten, stellte der 32-Jährige in Abrede. "Das war nicht der Fall. Wir haben souverän gewonnen, wir haben nur die Chancen nicht reingemacht. Die eine oder andere muss man machen - da bin ich natürlich auch dabei."

Nach der Regeneration am Donnerstagvormittag gelte die volle Konzentration der Vorbereitung auf Israel. "Wir spielen auf Sieg, eine andere Taktik gibt es gar nicht", betonte Hinteregger. "Dann sehen wir eh, wo wir vor den Schotten stehen." Diese sind im abschließenden Heimspiel der Dreier-Serie nächsten Dienstag (20.45 Uhr/live ORF 1) in Wien der Gegner.

⚽ WM-Qualifikation, Gruppe F, 4. Runde:

Republik Moldau - Österreich 0:2 (0:1)

  • Chisinau, Stadionul Zimbru, 4.700 Zuschauer, SR Tierney (ENG)
  • Tore: 0:1 (45.) Baumgartner, 0:2 (94.) Arnautovic
  • Moldau: Avram - Jardan, Posmac, Potirniche (84. Bolohan), Reabciuk - Platica (84. Antoniuc), Dros, Ionita, Belousov (73. Marandici) - Ginsari (59. Bogaciuc) - Ghecev (59. Spataru)
  • Österreich: Bachmann - Trimmel, Lienhart, Hinteregger, Ulmer - Grillitsch (82. Ilsanker) - Schaub (77. Kainz), Laimer (62. Schöpf), Baumgartner (83. Alaba) - Gregoritsch (62. Kara), Arnautovic
  • Gelbe Karten: Reabciuk, Belousov bzw. keine

Färöer - Israel 0:4 (0:2)

  • Tore: Zahavi (12., 44., 92.), Dabbur (52.)

Dänemark - Schottland 2:0 (2:0)

  • Tore: Wass (14.), Maehle (15.)

Fauxpas wie im Stadionul Zimbru will man sich im Ernst-Happel-Stadion ersparen. Die Moldauer hatten nicht nur bei der österreichischen Hymne Tonprobleme. Eine Spielzeug-Drohne im Stadion sorgte für einen um 30 Minuten verzögerten Spielbeginn. "Mental hat es natürlich etwas zu tun. Du kommst raus, bist warm, bist heiß. Dann wartest du eine halbe Stunde und es passiert nichts wegen einer Drohne", schilderte Arnautovic. "Aber ja, es ist passiert - ich verzeihe ihm, es war ein kleiner Junge."

Foda äußerte Mitleid mit dem Buben, der ob der von ihm ausgelösten Turbulenzen im Stadion weinte. Seine Spieler wollten sich von dem Vorfall nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Das hat uns kaum beeinträchtigt", sagte Hinteregger. "Kurz einmal waren die Erinnerungen an Marcel Hirscher da, als ihm fast die Drohne den Kopf eingeschlagen hätte", erinnerte der Kärntner an einen Beinahe-Unfall von Österreichs Skistar 2015 in Madonna di Campiglio. "Aber die Angst haben wir nicht gehabt." (APA)


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