Kritik in Innsbruck an „Home-Office-Bürgermeister“

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Bürgermeister Georg Willi.
© Thomas Böhm

Innsbruck – Häme und Kritik muss Bürgermeister Georg Willi (Grüne) einstecken, nachdem er sich während seines Urlaubs in Italien nicht von FPÖ-Vizebürgermeister Markus Lassenberger vertreten lassen will. Wie berichtet, will der Bürgermeister quasi im Home-Office in Italien alle dringenden Amtsgeschäfte erledigen, weshalb eine Vertretung durch Lassenberger nicht notwendig sei.

Die Landeshauptstadt brauche keinen „Home-Office-Bürgermeister“, der meine, er könne „urlaubsbedingt in der Badehose am Sandstrand in Italien liegend“ Innsbruck regieren, sagt etwa Gemeinderat Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck).

Auch die ÖVP hat so gar keine Freude mit Willis Verhalten. Klubobmann Christoph Appler zeigt sich „entsetzt, dass von Seiten des Bürgermeisters keine ordentliche Übergabe erfolgt ist. Das ist höchst unprofessionell und schadet dem Ansehen der Stadt.“ Innsbruck könne als Landeshauptstadt nicht im Urlaub nebenbei regiert werden, betont Appler. „Die Amtsgeschäfte müssen reibungslos fortgesetzt werden und es darf kein Informationsdefizit geben“, stellt der ÖVP-Klubobmann klar. „Wer die Stadt vertritt, ist im Stadtrecht genau geregelt, das haben auch die Grünen zu akzeptieren. Parteipolitische Machtspiele oder gar persönliche Ressentiments dürfen keine Rolle spielen.“ (TT)


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