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Dominik Oberhofer im TT-Interview: „Die ÖVP kann sehr garstig werden“

NEOS-Landesparteiobmann Dominik Oberhofer will 2023 Soziallandesrat mit Gummistiefeln werden, bei Corona den Hausverstand vor Datenschutz setzen und wirft dem Bund mangelnde außenpolitische Kenntnisse vor.

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Oberhofer will die NEOS nach der Landtagswahl 2023 mit der ÖVP verbinden. Nicht aber ohne pinke Grenzen.
© Falk

Tourismus und Hotellerie sind die Corona-Verlierer. Sie führen ein Hotel im Stubaital. Läuft das Geschäft?

Dominik Oberhofer: Ich bin jetzt hauptberuflich Politiker, die Geschäftsführung der Betriebe hat meine Schwester übernommen. Was ich aber mitbekomme, ist, dass die ganze Branche vor massiven Herausforderungen steht. Das größte Problem ist die Verunsicherung. Es ist nichts planbar. Juli und August waren okay. Ich glaube, in der Nebensaison wird es in Tirol massive Probleme geben. Der Bustourismus fehlt, auch der internationale Gast.

Was muss geschehen, damit die Gäste sich sicher fühlen?

Oberhofer: Ich habe das Gefühl, dass sowohl Bund als auch Land über den Sommer geschlafen haben. Wir sehen, dass unsere Stammmärkte sehr misstrauisch sind, vor allem, was Tirol betrifft. Das kommt, weil wir zu Beginn der Pandemie kein Fettnäpfchen ausgelassen haben. Jetzt, glaube ich, gilt es da Sicherheit nach außen zu kommunizieren. Das funktioniert am besten, wenn wir mit Zahlen arbeiten. Wenn wir die Geimpften und die Genesenen zusammenzählen, kommen wir vermutlich heute schon auf 80 Prozent an Immunisierten. Ich verstehe überhaupt nicht, warum die dafür nötigen Antikörpertests nicht flächendeckend eingesetzt werden.


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