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Frauen baden unter sich: Debatte um männerfreies Schwimmen

Im Thermalbad Vöslau in Niederösterreich wird heute ein Bereich zur männerfreien Zone erklärt. Eine Aktion, die für Kontroversen sorgt und in Tirol noch keine Nachahmer findet.

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In Saunen sind Bereiche, die nur für Damen zugänglich sind, bereits gang und gäbe – etwa um Gaffern das Handwerk zu legen. In Ostösterreich wird nun erprobt, ob das Konzept auch in Bädern funktioniert. (Symbolfoto)
© Gruber

Von Benedikt Mair

Bad Vöslau, Innsbruck – Keine blöden Sprüche, keine anzüglichen Blicke, sich als Frau einfach wohlfühlen, baden und die Seele baumeln lassen. Das verspricht eine Aktion im Thermalbad Vöslau in Niederösterreich. Ein Bereich der Anlage wird heute für eine bestimmte Zeit zur männerfreien Zone erklärt. Initiiert wurde das Ganze von der Unternehmerin und Bloggerin Madeleine Alizadeh, alias „Dariadaria“, die dafür Lob, aber auch einiges an Kritik erntete. In Tirol gibt es keine ähnlichen Angebote, abgeneigt sind die hiesigen Bäderbetreiber allerdings nicht.

„Gerade im Sommer sind viele Plätze, allen voran Freibäder, Orte, die für viele weiblich gelesene Personen nicht sicher sind“, schreibt Madeleine Alizadeh in einem Beitrag auf der Internet-Plattform Instagram. „Während es in manchen Ländern bereits Frauenbäder gibt, ist das Angebot in Österreich quasi nicht existent.“ Daher habe sie sich bereits vor Längerem die Idee in den Kopf gesetzt, „ein Bad für einen einzigen Tag sicher(er) zu machen“.


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