Wohnhaus-Explosion in Bayern: Verbindung nach Sachsen?

Ein Haus in Bayern stürzt bei einer Explosion in sich zusammen. Wenig später brennt ein Fahrzeug. Und parallel bricht ein Feuer in einer Wohnung in Sachsen aus. Es gibt zwei Tote – und offenbar einen Zusammenhang zwischen den drei Geschehnissen.

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Die Lösch- und Sucharbeiten dauern an.
© Armin Weigel

Rohrbach an der Ilm, Lugau – Drei auf den ersten Blick unabhängige Unglücke könnten zusammenhängen. In Bayern fliegt ein Haus in die Luft. Wenig später prallt in der Nähe ein Auto frontal gegen einen Lastwagen und fängt Feuer. Der Wagen ist auf die Adresse des zerstörten Hauses zugelassen, die Person am Steuer stirbt. Zeitgleich brennt eine leerstehende Wohnung in Sachsen. In den Gebäuderesten finden die Ermittler eine Leiche. Und laut Polizei gehört die Wohnung den Eigentümern des explodierten Hauses.

Die Hintergründe sind vorerst unklar. Die Leichen wurden nach München zur Rechtsmedizin gebracht, wo sie obduziert werden sollen. Dabei soll auch geklärt werden, ob es sich bei den beiden Toten um die zwei vermissten Bewohner der Doppelhaushälfte – einen 55 Jahre alten Mann und eine 54-jährige Frau – handelt.

Gas spielte wohl in allen drei Fällen eine Rolle

Die Explosion war am Donnerstagmittag in Rohrbach an der Ilm (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) nach Erkenntnissen der Ermittler wahrscheinlich durch Gas verursacht worden. Darauf deute die große Wucht der Detonation hin.

Bei dem Unfall im 30 Kilometer entfernten Schrobenhausen fuhr der Fahrer des Autos gegen einen entgegenkommenden Lastwagen. Der Wagen fing Feuer, die Person am Steuer verbrannte laut Polizei bis zur Unkenntlichkeit. In dem Auto befand sich eine Gasflasche. Bei dem Brand im sächsischen Lugau fand die Feuerwehr Medienberichten zufolge ebenfalls eine Gasflasche.

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Zwei Nachbarn bei Explosion leicht verletzt

Drei weitere Menschen, die in dem explodierten Haus in Bayern gelebt hatten, waren zum Zeitpunkt der Explosion nicht zu Hause. Laut Polizei sind sie mit den beiden Vermissten nicht verwandt. In der zweiten Doppelhaushälfte, die stark beschädigt wurde, haben zwei Menschen leichte Verletzungen erlitten. Der Fahrer des Lastwagens wurde schwer verletzt.

Nach der Explosion waren rund 270 Einsatz- und Rettungskräfte samt Spürhunden im Einsatz. Der dortige Sachschaden dürfte nach Schätzungen der Polizei im hohen sechsstelligen Bereich oder darüber liegen. (APA/dpa)


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