Toyota Yaris Cross: Topfit fürs kleine Abenteuer

Das Segment der City-SUV bekommt mit dem Toyota Yaris Cross attraktiven Zuwachs. Der kompakte Japaner punktet mit optionalem Allradantrieb.

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Ab 19.990 Euro bietet Toyota den Yaris Cross an.
© Toyota

Von Walter Schrott

Brüssel – Wer an den Toyota Yaris denkt, denkt an Kleinwagen. Aber: Toyotas Neuzugang Yaris Cross ist gar nicht so mini, wie der Name vermuten lässt. Das brandneue City-SUV wirkt sogar erstaunlich erwachsen. Kein Wunder: Knapp 4,20 Meter Länge kratzen schon an der Kompaktklasse, den Schrägheck-Yaris überragt er um satte 24 Zentimeter. Und mit 1560 mm Höhe und 1765 mm Breite distanziert er den Bruder klar.

Optisch fällt der Yaris Cross in die Kategorie Eyecatcher. Mit Kunststoffbeplankungen an den Seiten und an den Radläufen, dem steil stehenden Bug mit markantem Kühlergrill und großen Lufteinlässen trägt er Offroad-Gene zur Schau, das leicht schräg abfallende Heck samt Dachspoiler gibt ihm einen Schuss Sportlichkeit mit auf den Weg. Insgesamt ein athletischer und stimmiger Auftritt. Da scheint der Erfolg vorprogrammiert. Zum Thema Nutzwert: Der Laderaum präsentiert sich variabel und kann dank des geteilt entnehmbaren Zwischenbodens und der 60:40 umlegbaren Rücksitze von 320 auf knapp 1100 Liter erhöht werden. Die Heckklappe lässt sich auf Wunsch elektrisch öffnen.

Mit dem Newcomer folgt die Marke spät, aber doch der aktuellen Entwicklung. Denn City-SUV sind die Renner. Und mit dem Yaris Cross hat Toyota ganz klar Konkurrenten wie Opel Mokka, VW T-Cross oder Seat Arona im Visier. Höher sitzen bei höherer Bodenfreiheit (plus 30 mm) ist eine feine Sache, auch wenn man nicht abseits fester Wege unterwegs ist. Und fürs ganz Grobe ist der Yaris Cross Hybrid, der übrigens in Europa entwickelt wurde und in Frankreich vom Band läuft, ohnehin nicht gedacht. Toyota besinnt sich aber auf seine Allradkompetenz und lässt beim Topmodell AWD-i auch die Hinterräder arbeiten. „Hybrid und Allradantrieb hat in dieser Klasse kein anderer Hersteller im Programm“, freut sich Toyota-Pressesprecher Rudolf Glass. Da werden vor allem die Bewohner alpiner Regionen die Ohren spitzen.

Unter der Haube verknüpfen sich ein 1.5 Dreizylinder-Benziner mit 92 PS und ein Elektromotor mit 80 PS zu einer Systemleistung von 116 PS, die auf die Vorderräder übertragen wird. Damit geht es in 11,8 Sekunden auf Tempo 100, die Spitze liegt bei 170 km/h. An der Hinterachse werkt ein zweiter Elektromotor, der die Hinterräder automatisch immer dann zum Dienst bittet, wenn sich die Traktion vorne zu verabschieden droht. Für die Kraftübertragung ist eine CVT-Stufenlosautomatik zuständig. Drei Fahrmodi kann der Fahrer je nach Fahrbedingungen abrufen: Normal, Trail und Snow. Schlechtwegetauglich ist der Eurojapaner damit auf alle Fälle, zumal bis zu 18 Zoll große Aluräder verfügbar sind. Die Hybridversion ist auch als Fronttriebler (ebenfalls mit CVT-Automatik) verfügbar.

Der (konservative) Kunde kann den Yaris Cross aber zudem auch als reinen Benziner bestellen. Dann leistet der 1.5 Dreizylinder 125 PS, die sechs Gänge werden manuell sortiert. Für den 100er-Sprint genehmigt sich der Benziner 10,8 Sekunden, Spitze 180 km/h.

Das Cockpit mit teils geschäumten Oberflächen wirkt wertig und ist blitzsauber verarbeitet. Erstmals geht das neue Multimediasystem Toyota Smart Connect an den Start. Mit einem hochauflösenden 9-Zoll-Touchscreen. Bei ersten Testfahrten hat der Yaris Cross eine überzeugende Vorstellung abgeliefert: ausgewogenes Fahrverhalten, quirlige Motoren und – auch dank der sehr guten Sitze – hoher Wohlfühlfaktor an Bord.

Markteinführung ist am 30. September. Ein Blick in die Gebührenordnung: Der Benziner mit 125 PS und Frontantrieb startet bei 19.990 Euro, der Cross Hybrid mit Frontantrieb ab 25.825 Euro. Das obere Ende markiert der Cross Hybrid AWD-i, für den mindestens 32.990 Euro zu berappen sind.


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