Gute Laune, beste Unterhaltung: TT-Café in Imst wurde zu einem Sommerfest

An einem sonnigen Vormittag machte die Frühstückstour am Oberen Sparkassenplatz Station und sorgte für gute Laune bei den Gästen.

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Bei prächtigem Spätsommerwetter kamen zahlreiche Besucher zum TT-Café am Oberen Sparkassenplatz in Imst.
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Imst – Das TT-Café ist in Imst retour – und die Sonne und der Sommer mit ihm. Aber es sorgte nicht nur das Wetter für beste Frühstückslaune, sondern auch die Gäste und feine musikalische Begleitung mit Prime Time.

In der ersten Runde interviewte CR Alois Vahrner (M.) den Imster Stadtchef Stefan Weirather (l.) und WK-Obmann Josef Huber.
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Als ersten Gesprächspartner holte TT-Chefredakteur Alois Vahrner den Imster Bürgermeister Stefan Weirather auf die Bühne. Weirather konnte vom „hervorragenden Baufortschritt bei den Bergbahnen“ berichten. Das Projekt wurde heuer eingereicht und soll am 17. Dezember bereits in Betrieb gehen. Als Kulturreferent bekräftigte er noch einmal, dass die NS-Zeit der Stadt vom Historiker Horst Schreiber aufgearbeitet werden soll. Als VP-Gesundheitssprecher ist er zwar nicht für eine Impfpflicht gegen Corona, er kann sich aber in gewissen Bereichen wie den Gesundheitsberufen einen Vorzug für Geimpfte vorstellen.

Klar bezog dazu der Bezirksobmann der Wirtschaftskammer Josef Huber Stellung: Eine Phase mit weiteren Lockdowns würde die Mehrheit der Betriebe gefährden. Er sei „sehr stark daran interessiert, dass es eine Impfpflicht gibt“, sieht er die persönliche Freiheit der Geimpften eingeschränkt. Ansonsten gehe es der Wirtschaft im Bezirk „eigentlich recht gut“. Auch berichtete er vom Neubau der Imster Wirtschaftskammer als Wifi-Zentrum des Oberlandes mit 15 Seminarräumen.

Auch auf der Bühne herrschte beste Laune: Winzerin Alexandra Flür im Gespräch mit CR Alois Vahrner und Seilbahner und Motorrad-Fan Attila Scheiber (v. l.).
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Wie man binnen 20 Jahren von zwei auf 20.000 Weinstöcke expandiert, erklärte die Tarrenzer Weinbäuerin Alexandra Flür. „Wir haben den Klimawandel rechtzeitig genutzt“, meint sie. Und den spüre man auch: Zu Beginn wiesen die Tarrenzer Trauben 60 Öchsle auf, „jetzt sind es 90 bis 95“.

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Seilbahner und Motorrad-Fan Attila Scheiber aus Hochgurgl musste noch einmal auf Corona zurückkommen. Die Schweiz habe letzten Winter 85 Prozent des Umsatzes einfahren können – Gurgl war zu „und das war bitter“. Für diesen Winter „kann man sich als Seilbahner nur eine 1-G-Regel wünschen“. Die Branche plant, sei aber nur Trittbrettfahrer. Scheiber freut sich freilich auf den 18. November, wenn er mit Zwillingsbruder Alban das im Jänner abgebrannte Motorradmuseum wieder eröffnen kann. Apropos Motorrad: „Alles über 95 Dezibel ist zu laut“, aber man solle „nicht willkürlich Straßen sperren“, plädiert er für eine EU-Regelung.

Leutselig mischte sich Landeshauptmann Günther Platter unter das Publikum beim Imster TT-Café. Auf der Bühne widmete er sich den großen politischen Themen, die Tirol beschäftigen.
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Erstmals beehrte LH Günther Platter das Imster TT-Café. Der Landeshauptmann ließ die eineinhalb Corona-Jahre Revue passieren. „Wir werden ein Regelwerk finden, dass wir keinen Lockdown mehr haben werden“, meinte er. In Tirol seien 65 bis 70 Prozent voll immunisiert (geimpft und genesen), „das ist aber noch zu wenig“. Eine Impfpflicht kommt ihm nicht über die Lippen, aber: „Man muss fragen, ob auf Dauer die Tests kostenlos sind.“ In Tirol selbst sieht er weiterhin die Herausforderungen bei Transit, Wohnen und illegaler Migration. Beutegreifer „brauche ich nicht“, verweist er auf mögliche „Entnahmen“, den Tschirganttunnel sieht er im Bundesstraßengesetz geregelt, die Gletscherehe Ötztal-Pitztal als „sinnvolle Verbindung“ möglich.

Tirols Militärkommandant Ingo Gstrein mit Unternehmerin Brigitte Wüster (Juwel) und seinem Vater, GR Helmuth Gstrein (v. l.).
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„Am Gletscher aufgewachsen“ ist übrigens die Ötztaler Skirennläuferin Franzi Gritsch. Nach einer Verletzung startet sie ins Olympia-Jahr – und Peking ist auch eines der großen Ziele der Allrounderin. In Sachen Skiweltcup könnte sie sich eine längere Saison, aber eine Regenerationspause in der Mitte vorstellen.

ÖSV-Skirennläuferin Franziska Gritsch freut sich auf die bald anbrechende Saison, in der auch Olympia in Peking stattfindet.
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Moderatorin Judith Nagiller (r.) bei der Verlosung der Preise.
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Leonhard Falkner sprach über die Marke Ötzi und das Ötztal.
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Keine Pause gibt es seit über 20 Jahren im Ötzi-Dorf, berichtet Geschäftsführer Leonhard Falkner. Begonnen hatte man mit 4000 m², inzwischen sind es 12.000. Dass der vor 30 Jahren gefundene Ötzi in Bozen gezeigt wird, ist kein Problem. „Bei uns sehen die Leute, wie er gelebt hat“, so Falkner.

Und so genossen die Besucher den Kaffee von Wedl/Testa Rossa, Mineralwasser von Silberquelle und Gebäck aus der Hofer Backbox. Außerdem gab es tolle Gewinne.

Günther Neher (Wedl/Testa Rossa, l.) und Manuela Kofler (Marketing, r.) mit den Siegern Josef Santer und Vanessa Haselwanter.
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