Plus

Endlich wieder zusammensitzen: Tiroler Designerin bei Möbelmesse in Mailand

Die Innsbrucker Designerin Nina Mair spricht vor der heute eröffneten Möbelmesse in Mailand über ihren flexiblen „Bernard“, Plagiate und die Lust aufs Zeitlose.

  • Artikel
  • Diskussion
Nina Mair in ihrem Studio in einer ehemaligen Seifenfabrik. Den Spiegel „Cypris“ zeigt sie in Mailand.

Von Matthias Christler

Mailand – Wo bleibt denn das Wunder? Die Frage des französischen Stardesigners Philippe Starck, gestellt vor zwei Jahren auf der Mailänder Möbelmesse (Salone Internazionale del Mobile di Milano), war mehr Kritik an seiner Zunft. „Mal machen wir schwarze Stühle, mal machen wir rote Stühle.“ Aber es sei eigentlich immer das Gleiche. Die Worte Starcks hatten besonders Gewicht und hallen bis heute nach, auch weil sich die Möbelbranche seitdem nicht mehr im großen Stil ausgetauscht hat. Bis jetzt. Ab heute bis kommenden Freitag findet die bedeutendste Möbelmesse der Welt in Mailand statt. Sie feiert heuer ihren 60. Geburtstag.

Und das „Sitz-Wunder“ kommt aus Tirol. Anders ausgedrückt: ein wunderbar wandelbarer Lounge-Chair mit Namen „Bernard“. Nina Mair sitzt ein paar Tage vor dem Beginn der Messe in ihrem Studio in einem Innsbrucker Hinterhof und spricht über ihren Entwurf und allgemein die Entwicklungen der Möbel-Designs bescheidener: „Sitzen ist Sitzen. Aber ich finde, es passiert schon viel.“


Kommentieren


Schlagworte