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LH Platter drängt auf Luegtunnel: „Asfinag in der Pflicht“

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) drängt auf den Luegtunnel und somit die Asfinag zum Umdenken im Festhalten am umstrittenen Projekt Brückensanierung. WK-Präsident Walser ist offen für Gespräche.

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Der äußere Schein trügt: Dass die Luegbrücke der Brennerautobahn marod ist, ist von allen unbestritten. Weniger hingegen, wie das behoben werden soll: Tunnel oder Neubau.
© Falk

Von Manfred Mitterwachauer

Gries am Br., Innsbruck – „Das Land steht ohne jeden Zweifel hinter der transitgeplagten Bevölkerung.“ Das lässt Landeshauptmann Günther Platter (VP) jetzt dem Autobahnbetreiber Asfinag im Streit um die Sanierung der Luegbrücke ausrichten. Platter stellt sich damit klar hinter jene, die anstelle der geplanten „Generalerneuerung“ der Brücke eine Tunnellösung einfordern. Zuletzt haben die 17 Bürgermeister des Wipp- und Stubaitals in einer Resolution eine gesamthafte Lösung der schon seit vielen Jahren nicht mehr tragbaren Verkehrsproblematik entlang der Brennerroute gefordert. Eine, die einen Luegtunnel miteinschließt.

Platter fordert die Asfinag auf, nicht nur die Bevölkerung miteinzubeziehen, sondern auch eine Lösung zu finden, welche „die Verkehrsbelastung bestmöglich reduziert“. Infrastrukturprojekte gehörten nicht „von Wien aus diktiert“, insofern stehe die Asfinag „in der Pflicht“. Platter bringt damit aber auch Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne) unter Druck. Diese hatte sich zuletzt – untermauert durch eine externe Überprüfung der Projektpläne – klar auf Seiten der Asfinag geschlagen.

Wie sehr die Zeit drängt, zeigen die Transitzahlen der Asfinag für den Brenner. Nach April und Juni fuhren auch im August mehr Lkw auf der Transitroute als in den Vergleichsmonaten im Transit-Rekordjahr 2019. In Summe waren das heuer bereits 1,6 Mio. Lkw. Auch bei den Pkw fuhren im August (1,38 Mio.) heuer erstmals mehr als im Vor-Corona-Jahr.


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