Schwedische Polizei nahm zwei Frauen mit Verbindungen zum IS fest

Die Frauen waren aus Syrien zurückgekehrt. Bei der Landung in Stockholm klickten die Handschellen. Ermittelt wird wegen Kriegsverbrechen und Völkermords.

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Stockholm/Damaskus – Die schwedische Polizei hat zwei Frauen mit Verbindungen zur Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen. Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP am Montag sagte, sind die beiden Frauen aus Syrien nach Schweden zurückgekehrt und nach der Landung ihres Flugzeugs in Stockholm festgenommen worden. Eine dritte Frau sei mitgenommen worden, um sie zu verhören.

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender SVT berichtete, dass gegen mindestens eine der verhafteten Frauen wegen Kriegsverbrechen, Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ermittelt werde. Demnach lebten die Frauen vor ihrer Rückreise in Lagern in Nordsyrien. Kurdische Behörden schoben sie laut SVT ab, nachdem sie entschieden hatten, dass sie nicht genügend Beweise für eine Strafverfolgung hätten.

Die schwedische Staatsanwaltschaft wollte sich nicht konkret zu den Fällen äußern. In einer Erklärung hieß es nur, es liefen mehrere Ermittlungen gegen Männer und Frauen, die aus Gebieten zurückkehrten, die vom IS kontrolliert wurden. Die Vorwürfe, die für Rückkehrer aus den IS-Gebieten „relevant" sind, sind laut Staatsanwältin Reena Devgun „Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit". (APA/AFP)


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