Keine Entnahme: Problemwölfe nicht mehr in Tirol

Die beiden Wölfe, die in Osttirol zahlreiche Nutztiere gerissen hatten, wurden zuletzt am 26. Juli nachgewiesen. In der Zwischenzeit sollen diese Wölfe in Kärnten und Salzburg nachgewiesen worden sein.

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Symbolbild.
© Bernd Thissen

Innsbruck – Nach aktuellem Kenntnisstand wurden im Jahr 2021 bisher 300 Schafe von Wolf und Bär gerissen. Mit dieser Zahl hat sich am Montag erstmals jenes fünfköpfige unabhängige Fachkuratorium beschäftigt, das das Verhalten von großen Beutegreifern in Tirol ab sofort laufend beurteilen und Maßnahmen bis hin zur Entnahme empfehlen soll. Zum Vergleich: Im gesamten Vorjahr waren es in Tirol weniger als 300 Tiere, die den großen Beutegreifern zum Opfer gefallen sind.

Das Fachkuratorium beschäftigte sich auch erstmals ganz konkret mit einzelnen Wolfsindividuen, die in mehreren Regionen Tirols für zahlreiche Schafsrisse verantwortlich sind. Für derartige Problemwölfe ist – sofern keine anderen Maßnahmen mehr greifen – eine Entnahme vorgesehen. „Nach Beurteilung des Fachkuratoriums konnte bei bestimmten Wolfsindividuen nicht mehr festgestellt werden, dass sich diese Problemwölfe noch in den betroffenen Gebieten befinden“, sagt Klaus Wallnöfer, Vorstand der zuständigen Fachabteilung Landwirtschaftliches Schulwesen und Landwirtschaftsrecht.

So wurde etwa jener Wolf, der unter anderem für Risse im Stanzertal verantwortlich war, zuletzt am 10. Juli in Tirol nachgewiesen. Die beiden Wölfe, die in Osttirol zahlreiche Nutztiere gerissen hatten, wurden zuletzt am 26. Juli nachgewiesen – in der Zwischenzeit sind diese Wölfe in Kärnten und Salzburg nachgewiesen worden“, so Wallnöfer.

Da sich diese großen Beutegreifer vermutlich nicht mehr in Tirol befinden, ist eine Entnahme wegen der fehlenden unmittelbaren zeitlichen und örtlichen Nähe daher nicht möglich. (TT)

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