Pilotprojekt: Neue Öffi-Abendanschlüsse fürs Außerfern

Einjähriges Pilotprojekt: Abendanschlüsse vom Bahnhof Reutte in die Talschaften und Bahnhof Imst nach Reutte.

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Ab Winter gibt es auch spätabends eine Verbindung vom Railjet in Imst nach Reutte.
© ÖBB

Reutte, Imst – Wer abends mit dem Bus von Innsbruck nach Reutte reist und um 19.59 Uhr beim Bahnhof ankommt, hat künftig die Möglichkeit, mit zwei neu eingerichteten Anrufsammeltaxis in das Lechtal oder das Tannheimer Tal zu gelangen. Mit Fahrplanwechsel am 12. Dezember startet das vorläufig einjährige Projekt. Zudem gibt es im Rahmen eines weiteren Pilotprojekts eine zusätzliche Anbindung des Bezirks Reutte an den Verkehrsknoten Imst: Wer beispielsweise um 22.20 Uhr mit dem Railjet in Imst ankommt, kann künftig mit einem öffentlichen Anschlussbus noch weiter nach Reutte reisen.

Von Seiten des Landes werden auf Antrag von Mobilitätslandesrätin LHStv. Ingrid Felipe dafür über 125.000 Euro bereitgestellt. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) und die Abteilung Mobilitätsplanung des Landes sind mit der Abwicklung betraut. Das Projekt wird im Rahmen der Konjunkturoffensive 2021 umgesetzt und noch im Pilotjahr evaluiert.

„Es ist uns ein wesentliches Anliegen, die öffentliche Mobilität im Bezirk Reutte sowie dessen Anbindung an das Inntal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbessern. Mit der Anbindung Innsbruck-Reutte samt Anschlussverbindungen in die Talschaften in den Abendstunden gelingt uns dahingehend ein weiterer Schritt“, betont Felipe.

Der Bahnhof Imst ist der vom Bezirk Reutte aus nächstgelegene Bahnhof, der sowohl von den Intercity- als auch den Railjet-Zügen der ÖBB regelmäßig angefahren wird. Dieser „Link“ zum Fernverkehr könnte zum Beispiel Außerferner Eltern das bekannte Abholservice ihrer Schüler und Studenten aus Imst ersparen. (TT, hm)


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