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Großer Bahnhof für die Transit-Widersprüche

Während der EU-Sonderzug zur Förderung der Schiene heute am Brenner Halt macht, kämpft Tirol gegen die Aushebelung der Güterverlagerung.

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Die EU will saubere Lkw mit einer billigeren Maut locken. Was ökologisch gut klingt, ist für Tirol eine Falle.
© Böhm

Von Manfred Mitterwachauer

Innsbruck – Zynischere Worte als jene, mit denen EU-Verkehrskommissarin Adina Valean am 2. September den EU-Sonderzug „Connecting Europe Express“ von Lissabon nach Paris auf seine Reise schickte, kann es aus Tiroler Sicht kaum geben. 36 Tage lang soll dieser Zug im Europäischen Jahr der Eisenbahn Werbung für den Umstieg auf die Schiene machen. Sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Ein Zug, den Valean als Symbol dafür hochstilisierte, „welche gemeinsame Arbeit noch vor uns liegt, bevor die Schiene zur bevorzugten Verkehrsart wird“. Wohl wissend, dass die europäischen Frächternationen mit Valean als Speerspitze andererseits alles unternehmen, um die Verlagerung des Straßengütertransits auf die Schiene zu torpedieren.


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