Telefonbimmeln am Waldesrand: Installation von Innsbrucker Konzeptkünstlerin

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Die Innsbrucker Konzeptkünstlerin Judith Moser stellt per Telefon brisante Fragen nach Klassismus, Rassismus und Sexismus.
© Michaela Fessler

Absam/Obernberg – So manche, die am kommenden Samstag bzw. Sonntag durch das Halltal bzw. zum Obernbergersee wandern, werden sich über ein kleines, am Wegrand stehendes Tischchen wundern, in dessen Mitte ein altmodisches Telefon steht, das laut schrillt. Wer neugierig darauf ist, was es damit auf sich hat, wird bei so etwas wie einem Anrufbeantworter landen, auf dem weibliche und männliche Stimmen mehr oder weniger pointiert ihre Meinung zu Fragen wie Klassismus, Rassismus und Sexismus äußern.

„Muschel – Stadtrandläuten“ nennt Judith Klemenc ihre interaktive Intervention im öffentlichen Raum, die dieses Wochenende ihre Fortsetzung findet. Handelt es sich bei den per Telefon transportierten Texten doch um die Sammlung jener Antworten auf Fragen, die die Tiroler Konzeptkünstlerin in den vergangenen 14 Tagen an fünf Orten rund um Innsbruck unschuldig Wandernden per Telefon gestellt hat. Fragen wie die, ob man glaubt, dass es Frauen im Leben prinzipiell schwerer als Männer oder Reiche leichter als Arme hätten. Fast alle der Angesprochenen hätten sich auf die Fragen eingelassen, sagt Klemenc, manche hätten zwar geschimpft, nur einer eine Antwort verweigert.

Als Abschluss des Projekts soll ein Fotoalbum und eine Musik- Textcollage entstehen, die am 8. Oktober in Büchsenhausen präsentiert wird. (schlo)


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