FI wundert sich über Pavillon-Ideen vor Innsbrucker Landestheater

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Der Pavillon-Würfel vor dem Tiroler Landestheater.
© Domanig

Innsbruck – Verwundert zeigt sich die Fraktion „Für Innsbruck“ (FI) über die wieder angelaufene Diskussion zur Zukunft des Pavillon-Würfels vor dem Landestheater – mit diversen Vorschlägen von gastronomischer bis kultureller Nutzung. Schließlich hätten Grüne, ÖVP und SPÖ den Würfel inhaltlich ja „bereits anderweitig verplant“, erklärt Wirtschaftsstadträtin Christine Oppitz-Plörer – und zwar über das am 22. Juli im Stadtsenat beschlossene, aus Sicht von FI „zum Scheitern verurteilte“ neue Reisebusleitsystem.

Denn im Pavillon sollen laut diesen – „allen Fraktionen seit Monaten vorgelegten“ – Plänen die zentrale Verwaltungs- und Anlaufstelle für die Reisebusunternehmen und eine großzügige öffentliche Toilettenanlage untergebracht werden. Den relativ kleinen Würfel nun zu einer „eierlegenden Wollmilchsau“ umzuwandeln, könne sich vom Platz her „nicht so recht ausgehen“, sagt Oppitz-Plörer. Es zeige sich, „dass schlecht vorbereitete und zu wenig diskutierte Beschlüsse im Nachgang zu großen Problemen führen“. Mehrfach habe FI auf eine sinnvolle Nutzung des Pavillons hingewiesen, erst mit dem Antrag für einen „Masterplan Gehen“ und dem „provokanten Vorschlag“, im Pavillon eine barrierefreie, großzügige WC-Anlage unterzubringen, sei es gelungen, die Diskussion endlich in Gang zu setzen. Mit dieser Dynamik würden vielleicht auch die Beschlüsse zum Reisebusleitsystem „nochmals hinterfragt und aufgehoben“, hofft Oppitz-Plörer. Erst dann sei eine sinnvolle Diskussion über die Pavillon-Zukunft möglich.

Aus anderen Gründen verwundert zeigt sich Marco Frei, Kultursprecher und Ersatzgemeinderat der Alternativen Liste Innsbruck. Der Pavillon sei keineswegs leer und ungenützt: Seit knapp zwei Jahren besuche und genieße man Ausstellungen, Konzerte und Installationen in der dortigen Galerie „Reich für die Insel“ (einem Zwischennutzungsprojekt, Anm.). Sogar das Sammeln von Sachspenden für Menschen in Flüchtlingscamps und Erdbebenopfer bei den Wochenenden für Moria sei den Vertretern anderer Listen offenbar entgangen. (TT)

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