21. Amadeus Awards: Preise für Naschenweng, Steger und Edmund

Corona-bedingt voraufgezeichnet: Am Donnerstagabend wurden die 21. Amadeus Awards in Wien vergeben. Dabei war Dialekt Trumpf.

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Die Salzburgerin Mathea (l.) holte sich den Amadeus „Pop/Rock“. Ging mit zwei Preisen nach Hause: Melissa Naschenweng.
© imago

Wien – Vor genau einem Jahr wurde Bilderbuch mit dem Amadeus als bester Live-Act für 2019 ausgezeichnet. Live, das war damals, Prä-Corona, als konzertmäßig noch alles ging. Während 2020 nichts mehr lief. Wen also heuer für als Live-Act auszeichnen? Die Amadeus-Awards entschieden sich für keinen Act, aber alle Nominierten – wohl die größte Überraschung bei der gestrigen Verleihung in Wien. Die TV-Show, moderiert von Conchita Wurst, war wie letztes Jahr voraufgezeichnet.

📽️ Video | Amadeus Award 2021:

Wenig Überraschung boten schon die Nominierten, die beim Amadeus zu fünfzig Prozent aus Verkaufszahlen ermittelt werden. Kurzum: Was gut klickt, gut im Radio läuft, steht auf der Bühne. Und das war 2020 vor allem deutschsprachig, gerne Dialekt. Nach jahrelangen Siegeszügen von Seiler & Speer übernahm heuer der Nachwuchs: Der 17-jährige Chris Steger schrieb mit „Zefix“ den „Song des Jahres“.

Noch besser lief 2020 nur der „LederHosenRock“ von Melissa Naschenweng, die als Einzige mit zwei Preisen heimging – nicht nur für Schlager/Volksmusik, sondern auch als „Songwriter des Jahres“. Prämiert wurde übrigens ihr „Traktorführerschein“, der online nur halb so oft geklickt wurde wie das uncharmant- uneindeutige „Difigiano“.

Weniger rustikal ging es in den anderen Genrekategorien zu: Pop/Rock entschied Mathea für sich, die 2020 mit ihrer Debüt-LP „M“ endgültig zum Fixstern am Charthimmel avancierte. Hip-Hop/Urban ging an Mavi Phoenix, Alternative an die Supergroup My Ugly Clementine. Julian Le Play, der mit vier Nominierungen als Favorit ins Amadeus-Rennen ging, musste sich mit „Best Sound“ zufriedengeben.

Mitstimmen konnte das Publikum beim FM4-Award, bei dem sich Hearts Hearts in die Herzen der Indie-ZuhörerInnen gespielt hatten. Übergeben wurde der Award am Donnerstag von Anger, dem Südtiroler Duo, das 2020 als Lieblinge der FM4-Community den Preis geholt hatten. (bunt)

🎵 Die Auszeichnungen im Überblick

  • Song des Jahres: „Zefix" von Chris Steger
  • Album des Jahres: „Leiwand" von Edmund
  • Live-Act des Jahres: alle Amadeus-Nominierten
  • FM4-Award: Hearts Hearts
  • Lebenswerk: Opus
  • Alternative: My Ugly Clementine
  • Electronic/Dance: Parov Stelar
  • Hard & Heavy: Kaiser Franz Josef
  • Hip-Hop/Urban: Mavi Phoenix
  • Jazz/World/Blues: 5/8erl in Ehr'n
  • Pop/Rock: Mathea
  • Schlager/Volksmusik: Melissa Naschenweng
  • Songwriter des Jahres: Hubert Molander, Emanuel Treu, Melissa Naschenweng für „Traktorführerschein"
  • Best Sound: Julian le Play, Lukas Hillebrand, Matthias Oldofredi, Johannes Römer, Patrick Kummeneker, Nikodem Milewski, Zino Mikorey, Martin Scheer für „Tandem"

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