Der Winter ohne Gäste freute so manchen Tiroler

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EU-Abgeordnete Barbara Thaler, Moderatorin Larissa Jenewein und Landtagsabgeordneter Georg Kaltschmid (v.l.) bei der Diskussion.
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Von Wolfgang Otter

Kufstein – Knapp 900 Kilometer liegen zwischen Brüssel und Kufstein. Und trotz der Entfernung sind die Entscheidungen, die dort in den Gremien der Europäischen Union fallen, für Tirol ganz nah. Auch wenn es vielen Bürgern nicht klar ist. Die EU näher zum Menschen zu bringen, ist die Idee des „BürgerInnen Forum Europa (BGFE)“. Am Mittwochabend waren die EU-Abgeordnete Barbara Thaler (ÖVP) und der Landtagsabgeordnete Georg Kaltschmid (Grüne) in Kufstein am Podium, um über Wirtschaft und Umwelt zu sprechen und Fragen dazu zu beantworten.

Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Verkehr und Corona waren die Themen, die das Auditorium beschäftigten. Vieles ist im Fluss, wie Thaler berichtete, aber der Prozess zur Umsetzung ist teils schwierig. Letztlich herrscht teilweise die Einstimmigkeit der Mitgliederländer. Und gerade Verkehrspolitik „ist das Bohren harter Bretter“, sagte Thaler. Das zeigte sich alleine beim Bahntransport, der aufgrund der unterschiedlichsten Bestimmungen der Länder schwierig ist.

Die Pandemie hat der Wirtschaft und dem Tourismus geschadet, aber eine Wortmeldung eines Zuhörers, der Bekannte zitierte, „die meinten, es war für sie der schönste Winter und sie wollen keine Gäste mehr“, zeigt andererseits auch eine Tourismusmüdigkeit im Land. Auch Kaltschmid räumte ein, dass diese in der Bevölkerung im Steigen sei, „wir müssen gegensteuern, da sind wir gefordert“, meinte er. Kaltschmid und Thaler wiesen darauf hin, wie wichtig der Tourismus für die gesamte Wirtschaft ist. Es sei jedoch Zeit, die ausgetretenen Wege der „Pioniere, deren Leistungen ich aber nicht schmälern möchte, zu verlassen“, sagte Kaltschmid. Aber man könne das nicht von oben herab bestimmen, „es muss mit der Bevölkerung gemeinsam ein Weg gesucht werden“.


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