9/11, Krieg gegen den Terror und das große Debakel

Die islamistischen Anschläge vom 11. September 2001 auf die Zwillingstürme des World Trade Center und das Pentagon schockten die Welt und veränderten sie nachhaltig. Der „Krieg gegen den Terror“ endete nicht nur in Afghanistan in einem Desaster.

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Am 11. September 2001 um 09:03 Uhr raste ein Flugzeug in den Südturm des WTC. Der Nordturm war bereits getroffen.
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New York, Washington, Kabul – Vor dem 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 schloss sich ein Kreis – und es war eine Demütigung für den Westen. Mitte August eroberten die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan die Macht zurück, von der die USA sie nach den Terroranschlägen vertrieben hatten. Nachdem die Taliban sich weigerten, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden auszuliefern, begann am 7. Oktober 2001 der US-geführte Angriff auf Afghanistan. Ende 2001 stürzte das Regime der Taliban. Heute weht über Kabul wieder die weiße Fahne der Taliban. Die USA haben sich aus dem Staub gemacht. Und legen ihren Fokus längst auf andere Herausforderungen: auf den Kampf gegen die großen Rivalen China und Russland.

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Es war ein sonniger Morgen vor 20 Jahren, als die vor Selbstbewusstsein strotzende Weltmacht USA von den schlimmsten Terroranschlägen ihrer Geschichte erschüttert wurde. Von Islamisten des Terrornetzwerks Al-Kaida entführte Flugzeuge rasten in das World Trade Center in New York und in das Verteidigungsministerium bei Washington, fast 3000 Menschen wurden getötet. Der damalige US-Präsident George W. Bush sprach neun Tage später vor dem Kongress. Und läutete einen Krieg ein, an dem der Westen nicht nur in Afghanistan scheiterte. „Unsere Trauer hat sich in Zorn verwandelt und der Zorn in Entschlossenheit“, sagte Bush damals. „Unser Krieg gegen den Terror beginnt mit Al-Kaida, aber er endet nicht dort. Er wird erst enden, wenn jede Terrorgruppe von globaler Reichweite gefunden, gestoppt und besiegt worden ist.“ Von einem Ende der internationalen Terrorbedrohung kann heute 20 Jahre später freilich keine Rede sein.

Nicht nur für die USA ein Trauma: ein Feuerwehrmann in den Trümmern der eingestürzten Türme des World Trade Center in New York.
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Attentäter und die Drahtzieher der Anschläge von 9/11

Die Anschläge vom 11. September 2001 sind auf immer mit dem Namen des damaligen Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden verbunden. Hinter ihm standen eine Handvoll Planer und Drahtzieher – und natürlich die 19 Attentäter, die in die Flugzeuge stiegen, um sie als fliegende Bomben einzusetzen. Alle 19 Attentäter starben, andere Al-Kaida-Kämpfer wurden später vom US-Militär in Afghanistan oder Pakistan getötet. Einige sind bis heute im US-Gefangenenlager Guantánamo inhaftiert.

Mohammed Atta steuerte als einer der Todespiloten eine gekaperte Boeing 767 in den Nordturm des World Trade Center. Atta, geboren 1968, studierte in Hamburg und reiste 1999 für den Jihad nach Afghanistan. Osama bin Laden gilt als der Kopf hinter den Anschlägen. Er wurde 1957 in Saudi-Arabien als eines von bis zu 57 Kindern eines Bauunternehmers geboren. Bin Laden schloss sich 1979 den „Gotteskriegern“ an, die in Afghanistan gegen die sowjetischen Besatzer kämpften. In den späten Neunzigerjahren sorgten Al-Kaida zugeschriebene Anschläge, darunter jene auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania, für großes Aufsehen. Die US-Bundespolizei FBI erklärte ihn zum gesuchten Terroristen. Bald nach den Anschlägen 9/11 marschierten die USA in Afghanistan ein, doch Bin Laden entkam. 2011 wurde er von US-Spezialeinheiten bei einem Einsatz in Pakistan getötet. Chalid Scheich Mohammed gilt als Chefplaner der Anschläge. Scheich Mohammed wurde 2003 in Pakistan festgenommen. Er wurde allein 183-mal dem so genannten Waterboarding ausgesetzt. Ihm soll in Guantánamo der Prozess gemacht werden.

Auf den Einmarsch in Afghanistan folgte 2003 der Einmarsch im Irak. Auch in zahlreichen weiteren Ländern schlugen die US-Streitkräfte zu. Ein weiterer Terrorakt wie jener vom 11. September blieb den USA zwar erspart, Al-Kaida-Chef Osama bin Laden wurde 2011 in Pakistan von US-Elitesoldaten erschossen, der irakische Diktator Saddam Hussein gestürzt und hingerichtet.

Doch laut einer Schätzung der Brown University von Ende 2019 fielen dem Krieg gegen den Terrorismus mehr als 800.000 Menschen zum Opfer, die meisten von ihnen Zivilisten im Irak und in Afghanistan. Die finanziellen Kosten für die USA bezifferten die Wissenschafter auf mehr als 6,4 Billionen Dollar (rund 5,4 Billionen Euro). Experten zufolge gibt es jetzt weltweit zwei bis drei Mal so viele Jihadisten wie 2001, die Zahl der Anschläge und Anschlagsopfer hat sich verdreifacht, unter anderem in der Folge des Aufstiegs des IS, der in den Trümmern der Kriege im Irak und Syrien geboren wurde.

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Die Särge der bei einem IS-Anschlag auf den Flughafen von Kabul Ende August getöteten US-Soldaten beim Transport in die Heimat.
© imago

Der Historiker Andrew Bacevich sieht den Krieg gegen den Terrorismus als Folge einer „ideologischen Überheblichkeit“ der USA zur Jahrtausendwende. Nach dem Untergang der Sowjetunion hätten die USA sich für militärisch unbesiegbar gehalten. Die Bush-Regierung habe die Terroranschläge vom 11. September nicht nur als „unverzeihliche Beleidigung“ angesehen, sondern auch als „großartige Gelegenheit“, ihre weltweite Vormachtstellung endgültig unter Beweis zu stellen, so Bacevich. „Das war eine schreckliche Fehleinschätzung, für die wir heute noch den Preis zahlen.“ Die USA wurden im Laufe der Jahre angesichts in Särgen zurückkehrender Soldaten kriegsmüde. Während Präsident Barack Obama die US-Truppen 2011 aus dem Irak abzog – um später im Kampf gegen den IS Tausende Soldaten zurückzuschicken –, vereinbarte sein Nachfolger Donald Trump im Februar 2020 mit den Taliban einen vollständigen Truppenabzug aus Afghanistan. Den vollzog schließlich sein Nachfolger Joe Biden. Afghanistan liege nicht mehr im nationalen Interesse der USA, betont er. Die neuen alten Feinde heißen wieder China und Russland. (jec, APA, AFP, dpa)

📽️ Video | 20 Jahre 9/11:

„Neues Haus aus den Ruinen errichten“

Der deutsche Nahost-Experte und Islamwissenschafter Udo Steinbach über die gescheiterte Politik des Westens 20 Jahre nach 9/11.

Was blieb 20 Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 und dem von den USA ausgerufenen Krieg gegen den Terror und seinen Verheerungen? Ist der Westen angesichts des Debakels in Afghanistan gescheitert?

Udo Steinbach: Die USA und der Westen haben die falschen Schlüsse aus den Anschlägen gezogen. Der ausgerufene Krieg gegen den Terror wurde zum Krieg gegen die islamische Welt, obwohl diese selbst zum größten Opfer des Terrorismus wurde. Man schuf Feindbilder, zerstörte die Beziehungen zur islamischen Welt, unterbrach den Dialog der Kulturen. Und der Nahe Osten wurde im Zuge der Kriege verwüstet. Das Scheitern in Afghanistan ist ja nur das letzte Glied in der Kette. Auch die Invasion im Irak ist gescheitert. Der Versuch, den Nahen Osten mit Gewalt nach unseren Vorstellungen umzugestalten, war keine gute Idee und in jeglicher Beziehung verhängnisvoll.

Hat sich diese Erkenntnis nun auch in Washington und bei den westlichen US-Verbündeten durchgesetzt?

Steinbach: Bedingt. Die Entwicklungen im Nahen Osten haben auch die Präsidenten der USA dazu gezwungen, die Situation neu zu denken. Schon unter Obama begann der Rückzug aus dem Nahen Osten. Aber auch der unbedachte Rückzug aus Afghanistan schafft neue Probleme. Man hat das Land als Ruine hinterlassen und weiß nun nicht mehr, was man damit anfangen soll. Man stochert im Nebel.

Wie muss der Westen mit der neuen Situation umgehen?

Steinbach: Es braucht 20 Jahre nach 9/11 eine neue Vision und Agenda für den Umgang mit der islamischen Welt, mit dem Nahen Osten. Es braucht eine Strategie, wie man aus dem Chaos herauskommt, wie man aus den Ruinen ein neues Haus errichten kann. Wichtig wäre etwa, die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran abzubauen, die Türkei für eine konstruktive Politik wiederzugewinnen und den israelisch-palästinensischen Konflikt in gegenseitigem Respekt zu lösen.

Welche Rolle spielen Russland und China, wenn sich der Westen zurückzieht?

Steinbach: Beide versuchen, das Vakuum aufzufüllen – wie etwa in Afghanistan. Im Nahen Osten hat sich Russland zurückgemeldet.

Und was ist mit dem handlungsunfähig erscheinenden Europa?

Steinbach: Europa muss eine aktive Rolle spielen. Europa muss seine islamische Nachbarschaft als Freund, nicht als Feind definieren und Gräben zuschütten, anstatt neue aufzureißen. Europa ist gefordert. Sonst drohen neue Flüchtlingswellen verbunden mit neuer Instabilität. Doch die Handlungsunfähigkeit Europas macht wenig Hoffnung.

Das Gespräch führte Christian Jentsch

Allein das US-Militär flog in einer gewaltigen Evakuierungsaktion bis Ende August rund 79.000 Zivilisten aus Kabul aus.
© imago

🕛 9/11-Chronologie

Der 11. September 2001 ist nicht nur für die Amerikaner, sondern für die Menschen auf der ganzen Welt ein Tag, den niemand vergessen wird. Der 11. September gilt auch als „Tag, der die Welt veränderte“. Im Folgenden die Ereignisse, die als 9/11 in die Geschichte eingegangen sind und knapp 3000 Menschen das Leben kosteten.

07.59 Uhr: Flug 11 von American Airlines startet in Boston-Logan.

08.14 Uhr: Flug 175 von United Airlines startet in Boston-Logan.

08.19 Uhr: Die Stewardess Betty Ong vom Flug 11 meldet sich per Funk bei American Airlines und berichtet über Tränengas, Erstochene und eine mutmaßliche Flugzeugentführung.

08.20 Uhr: Flug 77 von American Airlines startet vom Dulles International Airport Washington D.C.

08.21 Uhr: Der Transponder zur Flugzeugidentifizierung von Flug 11 wird ausgeschaltet.

08.24 Uhr: Per Funk bekommt der Flughafen Boston die Ansage des Todespiloten Mohamed Atta über mehrere entführte Flugzeuge mit, die offenbar nur an die Insassen von Flug 11 gerichtet war.

08:37 Uhr: Flug 175 vermeldet, Flug 11 gesichtet zu haben.

08.38 Uhr: Die Nordamerikanische Luftraumüberwachung wird informiert und ersucht, Flug 11 mit militärischen Abfangjägern zu überwachen.

08.41 Uhr: Flug 93 von United Airlines startet von Newark.

08.46 Uhr: Flug 11 rast in den Nordturm des World Trade Center (WTC) im New Yorker Stadtteil Manhattan und reißt ein großes Loch in das mit mehr als 400 Metern höchste Gebäude der Stadt. Die Behörden gehen zunächst von einem Unfall aus.

Zu dieser Zeit haben die Entführer gerade die Kontrolle über Flug 175 übernommen, als die Piloten von zwei F-15-Kampfjets am Otis Air National Guard Base (Massachusetts) gerade den Befehl erhalten, Flug 11 aufzuspüren und abzufangen.

08.49 Uhr: CNN sendet erste Bilder einer permanenten Kamera vom brennenden 110-stöckigen Nordturm unter den Breaking News: „Flugzeug in Turm des World Trade Center gestürzt“.

09.00 Uhr: US-Präsident George W. Bush beginnt einen Besuch in der Emma-E.-Booker-Volksschule in einem armen Viertel von Sarasota (Florida) und weiß bereits von dem „Unglück“.

09.03 Uhr: Flug 175 rast in den Südturm des WTC und explodiert. Beide WTC-Türme sind in Brand. Den Behörden wird klar, dass es sich um keinen Unfall handelt.

Stabschef Card informiert US-Präsident Bush.
© EPA/Richards

09.05 Uhr: Stabschef Andrew Card flüstert Bush die Nachricht vom Südturm ins Ohr.

09.17 Uhr: Die US-Bundesflugbehörde (Federal Aviation Administration/FAA) lässt alle New Yorker Flughäfen schließen, Abfangjäger steigen zum Schutz von New York auf. Die New Yorker Hafenbehörde lässt in der Folge alle Brücken und Tunnels schließen.

09.31 Uhr: Bush spricht von der Schulbibliothek in Sarasota aus von einem „offensichtlich terroristischen Anschlag“ und einer „nationalen Tragödie“. Anschließend folgt eine Schweigeminute.

09.40 Uhr: Die FAA stoppt erstmals in der Geschichte der USA landesweit alle zivilen Flüge: Alle in der Luft befindlichen Maschinen müssen unter Androhung des Abschusses auf dem nächstmöglichen Flughafen landen, kein Flugzeug darf mehr starten.

09.43 Uhr: Flug 77 stürzt in das US-Verteidigungsministerium (Pentagon) in Arlington bei Washington. Rauch steigt aus dem Gebäude auf, umgehend beginnt die Evakuierung.

09:45 Uhr: Das Weiße Haus wird evakuiert.

10.05 Uhr: Der Südturm des WTC stürzt in sich zusammen, viele benachbarte Gebäude werden dabei ebenfalls zerstört. Eine Schutt- und Staubwolke breitet sich aus.

10.08 Uhr: Bewaffnete Geheimdienstagenten werden in den Lafayette Park gegenüber dem Weißen Haus entsendet.

10.10 Uhr: Ein viertes entführtes Flugzeug, Flug 93 von United Airlines, stürzt im kleinen Ort Shanksville südöstlich von Pittsburgh (Pennsylvania) ab.

10.10 Uhr: Ein Teil des Pentagon stürzt ein.

10.13 Uhr: Das UNO-Hauptquartier in New York wird evakuiert. In Washington werden das Außenamt und das Justizministerium evakuiert sowie die Weltbank.

Südturm des WTC kollabiert.
© imago

10.24 Uhr: Der transatlantische Luftverkehr in die USA wird nach Kanada umgeleitet.

10.28 Uhr: Der Nordturm des WTC stürzt in sich zusammen.

10.45 Uhr: Alle weiteren US-Bundesbehörden in Washington werden evakuiert.

10.46 Uhr: US-Außenminister Colin Powell bricht einen Besuch in Lateinamerika ab und kehrt in die USA zurück.

11.02 Uhr: Der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani fordert die Bevölkerung auf, den Süden von Manhattan zu verlassen. Die New Yorker sollten zu Hause bleiben.

11.18 Uhr: American Airlines geben bekannt, dass sie zwei Flugzeuge verloren haben.

11.26 Uhr: United Airlines geben den Verlust zweier Maschinen bekannt.

12.04 Uhr: Der Los Angeles International Airport, planmäßiges Ziel von drei der entführten Maschinen, wird evakuiert. Höchste Alarmbereitschaft an den Grenzen zu Mexiko und Kanada.

12.15 Uhr: Der San Francisco International Airport, Ziel von United Airlines 93, wird evakuiert.

12.30 Uhr: Laut FAA sind noch 50 Flugzeuge im US-Luftraum, die aber keine Probleme vermelden.

13.04 Uhr: Bush erklärt auf dem Luftwaffenstützpunkt Barksdale (Louisiana), wohin er sich begeben hat, die Streitkräfte seien in „höchste Alarmbereitschaft“ versetzt worden; alle nötigen Sicherheitsmaßnahmen seien getroffen worden. Bush kündigt an, die Verantwortlichen „zu jagen und zu bestrafen“.

13.27 Uhr: Die Stadt Washington ruft den Notstand aus.

13.44 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium gibt bekannt, dass fünf Kriegsschiffe und zwei Flugzeugträger von der Marinebasis in Norfolk (Virginia) zum Schutz der Ostküste entsandt wurden.

14.00 Uhr: Das FBI geht davon aus, dass die Flugzeuge als Teil eines Terrorangriffs entführt wurden.

15.55 Uhr: Laut Angaben aus dem Weißen Haus ist Bush mit der Air Force One von Barksdale zu einer Luftwaffenbasis in Nebraska geflogen (Offutt, wie sich später herausstellte). Von dort aus leite er telefonische Beratungen des Nationalen Sicherheitsrates. Vize-Präsident Richard (Dick) Cheney und die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice (später Außenministerin) seien im Weißen Haus in Sicherheit, Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sei im Pentagon.

16.00 Uhr: CNN berichtet, es gebe auf Basis brandaktueller Informationen nach den Anschlägen „gute Anhaltspunkte“, dass der wegen verheerender Anschläge auf US-Botschaften in Afrika 1998 gesuchte Saudi Osama bin Laden die Hand bei den Anschlägen im Spiel hatte.

17.20 Uhr: Das Gebäude 7 des WTC-Komplexes stürzt ein, nachdem es zuvor beim Einsturz der Türme beschädigt und in Brand geraten war. Andere Häuser auf dem Areal brennen weiterhin.

17.30 Uhr: Laut Medienberichten sollte Flug 93 entweder Camp David (Landsitz des US-Präsidenten in Maryland), das Kapitol in Washington oder gar das Weiße Haus treffen.

18.00 Uhr: Berichte über Explosionen und Gefechtslärm in der afghanischen Hauptstadt Kabul: Die Nordallianz hat die Taliban-Regierung angegriffen.

US-Präsident Bush mit Feuerwehrmann am Ground Zero.
© APA/Mills

18.54 Uhr: Bush kehrt per Hubschrauber ins Weiße Haus zurück, nachdem er zuvor, eskortiert von drei Kampfjets, in Maryland gelandet ist.

19.17 Uhr: US-Generalstaatsanwalt John Ashcroft gibt eine Internetseite bekannt, wo Bürger Hinweise zu den Anschlägen deponieren können, sowie eine Telefonnummer, wo Angehörige mutmaßlicher Opfer ihre Kontakt-daten hinterlassen können.

19.45 Uhr: Das New York Police Department erklärt, man vermisse 78 Polizisten, die Hälfte der ersten 400 Feuerwehrleute am Anschlagsort sei getötet worden.

20.30 Uhr: US-Präsident George W. Bush macht in seiner Fernsehansprache der Bevölkerung Mut: „Terroristen können das Fundament Amerikas nicht erschüttern.‘‘

21.00 Uhr: Der Nationale Sicherheitsrat tagt im Weißen Haus.

Bevor Bush schlafen geht, schreibt er in sein Tagebuch: „Das Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts hat sich heute ereignet (...) Wir glauben, es ist Osama bin Laden.“ Nur noch zwei verschüttete Überlebende wurden am 12. September vom Ground Zero geborgen.


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