Plus

Wolf-Alarm im Tannheimer Tal: Pferd mitten im Ort erschossen

Dramatische Szenen spielten sich nächtens in Nesselwängle ab. Ein verletztes Pferd musste erlöst werden. War ein Wolf im Spiel?

  • Artikel
  • Diskussion

Von Helmut Mittermayr

Nesselwängle – Ein Schuss gellte kurz nach Mitternacht in der Nähe der Nesselwängler Kirche durch die Nacht – und beendete das Leiden der Vollblutaraberstute Emelia. Das Pferd war gegen halb eins in Panik durch den Ort galoppiert und in der Dunkelheit über ein Hindernis gestürzt. Dabei war ein Vorderlauf gebrochen. „Der Fuß hing nur noch an der Haut“, schildert Besitzer Johannes Bilgeri. Er war geweckt worden und noch die 50 Meter vom Haus zu der 13-jährigen, trächtigen Stute geeilt. „Ich sah schon, dass ein Bein zertrümmert war, und brachte sie dazu, sich auf der Straße hinzulegen. Das Pferd war vollkommen außer sich.“ Sicherlich vor Schmerzen – ist Bilgeri bewusst. Der Tierarzt aus Reutte sei unglaublich schnell da gewesen, habe aber nicht mehr helfen können. Nicht einmal einschläfern wollte man das Pferd, um die Schmerzen nicht unnötig zu verlängern. Das Tier wurde an Ort und Stelle erschossen.


Kommentieren


Schlagworte