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TT-Leitartikel: 9/11 und der Anfang vom Ende

Die islamistischen Anschläge vom 11. September 2001 veränderten die Welt. Nach dem Schock folgte der „Krieg gegen den Terror“, der neue Monster schuf. 20 Jahre danach schlitterte der Westen in Afghanistan in ein Debakel.

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Christian Jentsch

Leitartikel

Von Christian Jentsch

Es war ein Tag, der die Welt veränderte. Nachdem Attentäter des Terrornetzwerks Al-Kaida am Morgen des 11. Septembers 2001 gekaperte Passagiermaschinen in die Zwillingstürme des World Trade Center in New York und in das Pentagon bei Washington steuerten und rund 3000 Menschen in den Tod rissen, blieb auf der Bühne der großen Weltpolitik kein Stein auf dem anderen. In den Ruinen der Symbole des Kapitalismus und der Supermacht USA wurden neue Kriege – sei es in Afghanistan oder im Irak – geboren, entstanden neue Verwerfungen und Verheerungen, tiefe Risse zwischen dem Westen und der islamischen Welt, wurde der Dialog der Kulturen beendet. Nach dem blutigen Terror, nach dem unvorstellbaren Angriff auf das Zentrum der westlichen Welt sannen die USA nach Rache. Und nach mehr. Sie riefen den so genannten „Krieg gegen den Terror“ aus, manifestierten ihre Stärke und ihren Zusammenhalt in Interventionen, starteten die endlosen Kriege im Nahen Osten. Wobei die Rechtfertigung für die Invasion des Irak auf einer Lüge fußte, die angeblichen Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein wurden nie gefunden.


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