Fünfte Generation des Sportage: Kia bläst zum Halali im SUV-Revier

Die fünfte Generation des Kia Sportage geht Ende des Jahres an den Start. Mit vollkommen neuem Design, vielen technischen Neuerungen und zukunftsweisenden Triebwerken.

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Beim Design des Kia Sportage ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Es vereint Dynamik mit Eleganz und einem Schuss Sportlichkeit.
© Kia

Von Walter Schrott

München – Die Geschichte der Marke Kia ist eine Erfolgsgeschichte. Der Start vor drei Jahrzehnten war in Europa eher holprig, von da an aber ging’s nur noch in eine Richtung: bergauf, und zwar steil. Flugs hatten die Koreaner erkannt, was europäische Kunden erwarten. Heute gehen die Modelle weg wie die warmen Semmeln. Dafür ist – neben moderner Technik – vor allem das Design verantwortlich. Und das trägt seit Jahren die Handschrift des Bayern Peter Schreyer, der als Designchef den Koreanern beigebracht hat, wie die Europäer ticken. Ein Beispiel ist das kompakte SUV Sportage, das perfekt auf die europäische Klientel zugeschnitten ist. 2,5 Mio. Stück (davon rund 800.000 in Europa) hat Kia in vier Modellgenerationen abgesetzt. Jetzt klopft die fünfte Generation an die Tür und die wird den Erfolg prolongieren. Der Newcomer steht auf einer neuen Plattform, legt aber in der erstmals eigens konzipierten Europaversion in der Länge gegenüber dem Vorgänger nur marginal zu. Im Gegensatz zur globalen Version, die deutlich gewachsen ist.

Beim Design ist kein Stein auf dem anderen geblieben. Es folgt der im Frühjahr vorgestellten Designphilosophie „Vereinte Gegensätze“. Scharf gezogene Linien, kraftvolle Oberflächen und komplexe Grafiken vereinen sich zu einem kühnen und emotionalen optischen Auftritt. Besonders markant ist die Front mit den Tagfahrlichtern in Bumerang-Form und LED-Scheinwerfern. Die schwarze Kühlergrafik und die dezent angedeutete Tigernase – das Markenzeichen von Kia – komplettieren das Erscheinungsbild. In der gleichen Tonart geht es über die raffinierte Seitenlinie bis zum kraftvollen Heck samt Dachspoiler weiter. Der Fünftürer hat rundum nur Butterseiten und vereint Dynamik mit Eleganz und einem guten Schuss Sportlichkeit.

Das Cockpit wird dominiert vom gewölbten Panoramadisplay mit zwei Bildschirmen (jeweils 31,2 Zentimeter breit) und spielt in Sachen Hightech-Konnektivität alle Stückln. Beim Interieur legt der neue Sportage an Wertigkeit noch einmal zu. Dafür sorgen hochwertige Materialien und gediegene Verarbeitungsqualität.

Mit 4,51 Metern Länge (plus drei Zentimeter) ist der Sportage immer noch kompakt, in Breite und Höhe hat er jeweils um einen Zentimeter zugelegt. Insgesamt ist es aber gelungen, das Platzangebot sowie die Bein- und Kopffreiheit deutlich zu erhöhen. Ins Ladeabteil passen zwischen 591 und (bei umgelegten Rücksitzen) 1780 Liter.

Die Antriebspalette umfasst vier Triebwerke, darunter nach wie vor einen 1.6-Turbodiesel in zwei Leistungsstufen (115 und 136 PS). Die Otto-Fraktion startet mit dem 1.6-Turbobenziner mit wahlweise 150 oder 180 PS, beide auch als 48-Volt-Mildhybrid. Darüber sind zwei Teilzeitstromer angesiedelt. Der Sportage Hybrid verbindet den 1.6-Turbo (132 PS) mit einem Elektromotor (1,49 kW) zu einer Systemleistung von 230 PS. Topmotorisierung ist der Plug-in-Hybrid, bei dem der 1.6-Turbo-Benziner mit einem Elektromotor (66,9 kW) kooperiert. Ergibt eine Systemleistung von 265 PS bei einer rein elektrischen Reichweite von 50 Kilometern. Für die Kraftübertragung sind je nach Modell ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe oder ein Sechsgang-Schaltgetriebe zuständig. Dazu hat der Sportage – teils serienmäßig, teils optional – alles an elektronischen Helferlein an Bord, die das Fahren bequemer und sicherer machen. Neu bei den Allradversionen ist dabei die „All-Terrain-Funktion“, die bei allen Fahrbedingungen den Sportage in der Spur und am Boden hält. Der Fahrer kann dabei unter den drei Modi (Schnee, Sand und Matsch) wählen. Im normalen Straßenbetrieb stehen die Modi Comfort, Eco und Sport zur Wahl.

Interesse geweckt? Dann ist Geduld gefragt. Der neue Sportage wird frühestens Ende des Jahres bei den Händlern stehen, der Plug-in-Hybrid folgt im Frühjahr 2022. Preise noch nicht fixiert.


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