Die WSG hofft heute auf „ein Spiel wie damals“

Im April 2020 bezwang die WSG Tirol den großen FC Red Bull Salzburg mit 3:2. Das ändert heute (17 Uhr, live TT.com-Ticker und Sky) aber nichts an der klaren Rollenverteilung.

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Thanos Petsos und der Salzburger sowie DFB-Shooting-Star Karim Adeyemi könnten sich auch heute wieder begegnen.
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Von Tobias Waidhofer

Wattens – Zu Beginn eine Quizfrage: Gegen wen hat Red Bull Salzburg das letzte Mal in der Bundesliga verloren? Wahrscheinlich vermuten Sie die Antwort schon ... Richtig, es war die WSG Tirol mit einem 3:2-Last-Minute-Sieg am Tivoli im April. Seither hat Red Bull 15 Ligapartien in Serie nicht mehr verloren.

Man könnte jetzt vermuten, dass der Meister nach sechs Siegen in ebenso vielen Bundesliga-Spielen und dem anstehenden Champions-League-Auftakt am Dienstag beim FC Sevilla heute (17 Uhr, live TT.com-Ticker, Sky) beim Gastspiel in Innsbruck die Rotationsmaschine anwirft. Außerdem ist DFB-Premierentorschütze Karim Adeyemi ja auch nur einer von gleich 14 Kaderspielern, die in den vergangenen Tagen mit ihrem Nationalteam unterwegs waren. „Deshalb kann man personell noch nicht viel sagen“, betonte deren Trainer Matthias Jaissle.

⚽ Bundesliga, 7. Spieltag

Samstag

  • WSG Tirol - Red Bull Salzburg 17.00 Uhr
  • Rapid Wien - FC Admira 17.00 Uhr
  • WAC - TSV Hartberg 17.00 Uhr

Sonntag

  • LASK - Austria Wien 14.30 Uhr
  • SCR Altach - SV Ried 14.30 Uhr
  • Sturm Graz - Austria Klagenfurt 17.00 Uhr

Sein WSG-Gegenüber Thomas Silberberger glaubt nicht an eine Salzburger „B-Elf“ – und selbst wenn: „Es ist eigentlich egal, ob es der zweite Anzug ist. Der ist immer noch die beste Mannschaft Österreichs, so ehrlich muss man sein.“ Um erneut gegen die Bullen zu reüssieren, müsse „alles zusammenpassen. Wir brauchen einen super Tag und Salzburg einen schlechten.“ Den Bus will die WSG dabei nicht im eigenen Sechzehner parken: „Wir haben nicht die Spieler, um uns zu verbarrikadieren“, betont Silberberger, der mit seiner WSG ja immer noch dem ersten Saisonsieg hinterherläuft. „Wir haben uns in dieser Saison schon oft über ein Remis geärgert, diesmal würden wir uns vermutlich freuen“, gesteht auch der Trainer.

Mit frischem Selbstvertrauen seines Doppelpacks im U21-Team trifft heute Tobias Anselm auf seinen Ex-Verein, was sein Coach gewohnt launig kommentiert: „Ich freue mich schon, wenn der Tobi heute trifft und dann zu mir läuft. Denn nach seinen Toren im U21-Team ist er auch zum Gregoritsch (U21-Teamchef Werner, Anm.) gelaufen.“ Der Humor ist der sieglosen WSG also noch lange nicht abhandengekommen.

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Kapitän Oswald kehrt in die Startelf zurück

So meinte der frischgebackene österreichische Staatsbürger Ferdl Oswald mit einem Augenzwinkern: „Wenn ich für jedes Mal, wenn ich gefragt werde, wie es sich anfühlt, Österreicher zu sein, einen Euro bekommen würde, wäre ich reich.“ Der gebürtige Bayer kehrt heute in die Startelf zurück und fordert: „Wir spielen Bundesliga und wollen uns mit den Besten messen. Deswegen muss man auch mit Spaß und Freude in so ein Spiel gehen, um am Ende erfolgreich sein zu können.“ So wie eben im April 2021. „Wir haben den Sieg in guter Erinnerung, aber dieses Gefühl ist das Einzige, was man in das neue Duell mitnehmen kann. Wir wissen, dass wir es einmal geschafft haben“, weiß WSG-Routinier Fabian Koch.

Aber noch einmal zurück zu den Bullen: Trainer Matthias Jaissle forderte volle Konzentration, denn die Tiroler seien nicht so einfach zu schlagen. „Wir werden sie sicher nicht unterschätzen. Und wir legen unseren Fokus zu 100 Prozent auf das Spiel in Innsbruck. Mit der Champions League beschäftigen wir uns danach.“ Und wenn man die bisherigen Bullen-Leistungen zum Maßstab nimmt, gleicht das einer Drohung.

📊 Die aktuelle Tabelle der Bundesliga:


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