Im Finish ging der WSG die Luft aus: 1:3 gegen Meister Salzburg

Die WSG wartet weiter auf den ersten Saisonsieg: Am Samstag mussten sich die Tiroler Meister Salzburg 1:3 geschlagen geben. Den Bullen gelang mit dem siebten Sieg im siebten Liga-Spiel die Generalprobe für den CL-Auftakt am Dienstag gegen Sevilla.

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Salzburgs Torschütze Junior Adamu war von der WSG-Defensive nur schwer zu halten.
© APA/Expa

Innsbruck – Die Überraschung blieb diesmal aus: Die WSG Tirol kassierte am Samstag die zweite Saisonniederlage in Serie. Die Elf von Trainer Thomas Silberberger wartet damit auch nach dem siebten Spieltag weiter auf den ersten Sieg. Beim 1:3 gegen Salzburg hielten die Wattener lange mit, im Finish setzte sich die Klasse des Meisters aber durch.

Der war durch Junior Adamu (28.) vor der Halbzeit in Führung gegangen. Bror Blume gelang nach dem Seitenwechsel (54.) der zwischenzeitliche Ausgleich. Noah Okafor (83.) und Benjamin Sesko (88.) sorgten aber noch für den siebten Bullen-Sieg im siebten Liga-Spiel. (TT.com)

⚽ Bundesliga, 7. Spieltag

WSG Tirol - Red Bull Salzburg 1:3 (0:1)

  • Tore: 0:1 (28.) Adamu, 1:1 (54.) Blume, 1:2 (83.) Okafor, 1:3 (88.) Sesko

WAC - Hartberg 1:3 (0:2)

  • Tore: 0:1 Rotter (7.), 0:2 Belakovic (18.), 1:2 Dedic (51.), 1:3 Schmerböck (89.)
  • Rote Karte: Taferner (77./WAC)

SK Rapid Wien - FC Admira 1:2 (1:0)

  • Tore: 1:0 (45.) Grahovac (Freistoß), 1:1 (51.) Kerschbaum (Freistoß), 1:2 (84.) Zwierschitz

Sonntag

  • LASK - Austria Wien 14.30 Uhr
  • SCR Altach - SV Ried 14.30 Uhr
  • Sturm Graz - Austria Klagenfurt 17.00 Uhr

Zum Spielverlauf: Silberberger hatte von den Gästen in der ersten Viertelstunde "maximale Intensität" erwartet. Dicht gestaffelt standen deshalb die beiden Viererketten der Tiroler. Die ohne den verletzten Zlatko Junuzovic (Fersenprellung) sowie den erst spät aus den USA zurückgekehrten Brenden Aaronson eingelaufenen Salzburger agierten dominant, setzten auf Ballkontrolle und suchten die Lücke.

Der WSG, bei der der an Oberschenkelproblemen laborierende Giacomo Vrioni fehlte, gelang es immerhin, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Bei der besten Torchance in der ersten Viertelstunde entwischte Adamu den Gegenspielern bei einer Ulmer-Hereingabe, scheiterte aber an WSG-Keeper Ferdinand Oswald (4.). Nach einer knappen halben Stunde hatten plötzlich die Wattener die Führung am Fuß - kassierten aber postwendend das 0:1.

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Tobias Anselm schoss von der Strafraumgrenze zunächst neben das Tor (27.), ehe Adamu auf der anderen Seite zum Solo ansetzte. Österreichs U21-Internationaler tänzelte Maxime Awoudja aus, verschaffte sich Platz und schloss aus 16 Metern platziert ab. Salzburg führte, hatte fünf Minuten später bei einem Kunstschuss aber Glück. Der agile Anselm verlängerte eine Flanke per Ferse Richtung Tor und traf die Latte (33.). Die Pausenführung des Meisters war insgesamt verdient.

In der ersten Halbzeit hatten wir in der Offensive Angst, warum verstehe ich nicht. Wir sind wie ausgewechselt aus der Kabine gekommen, nach dem 1:1 waren wir gefühlt dem zweiten Tor näher als Red Bull. Der Unterschied war die Bank. Wir tauschen einen ein, der 7.000 Euro kostet, Red Bull einen, der 20 Millionen wert ist. Es war ein guter Auftritt, aber leider ohne Punkt.
Thomas Silberberger, WSG-Trainer

Bei Salzburg kam nach Seitenwechsel Maurits Kjaergaard für Bernardo, der im linken Mittelfeld wenig Akzente setzen konnte. Wenige Minuten vergingen, ehe eine Unachtsamkeit von Maximilian Wöber der WSG den Ausgleich bescherte. Der Verteidiger leistete sich einen Fehlpass, über Anselm kam der Ball zu Blume, der präzise und scharf abschloss. Für den im Sommer geholten Dänen war es sein erster Treffer in der Bundesliga.

Salzburgs Souveränität ging damit ein wenig verloren. Jaissle reagierte und brachte Sesko für Adeyemi, dem wenig gelang. Der slowenische Teamstürmer hatte das 2:1 am Fuß, schoss aber noch am Tor vorbei (74.). Kurz darauf kam auch Okafor für Adamu. Silberberger reagierte mit einem Dreifachtausch auf den zunehmenden Druck des Gegners - vergebens. Gegen nun müde Wattener schlenzte Okafor den Ball aus 17 Metern zur Vorentscheidung ins Kreuzeck. Sesko staubte nach Oswalds Abwehr gegen Okafor dann noch zum dritten Salzburger Treffer ab.

Für die Überraschung des Tages sorgte die Admira, die einen 2:1-Erfolg bei Rapid feierte. Hartberg setzte sich gegen den WAC mit 3:1 durch. Der Tiroler Matthäus Taferner flog bei den Kärntnern mit Rot vom Platz. (TT.com, APA)

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