„Vier gewinnt“ mal vier: Titel verteidigt beim Dolomitenmann

Der Dolomitenmann in Lienz brachte mit dem Profi-Quartett von Kolland Topsport einen bekannten Sieger – dabei war das Staunen der Athleten einmal mehr groß.

  • Artikel
  • Diskussion
Die Sieger: Lukas Kubrican, Hector Paez-Leon, Joseph Gray und Chrigel Maurer (v. l.).
© Geh/Red Bull

Von Roman Stelzl

Lienz –Im Ziel lässt Hannes Aigner zuerst das Boot fallen, dann sich selbst. Der Olympia-Dritte von Tokio war über sechs Kilometer in der Drau im Wildwasserkajak, musste aus dem Gefährt und mit ihm in der Hand den 34. Red Bull Dolomitenmann beenden. „Das ist der härteste Wettkampf, den es im Kanusport gibt. Es war wahnsinnig anstrengend, vor dem Ziel hatte ich Angst, dass ich umkippe“, schnaufte Aigner im Zentrum von Lienz.

Am Ende hatte der 32-Jährige aber durchgehalten und dem Quartett seines Teams „Kolland Topsport Elite“ den zweiten Platz gesichert. Den Titel schnappte sich wie im Vorjahr in 4:08:16 Stunden die „Kolland Topsport Professional“-Mannschaft mit dem US-Bergläufer Joseph Gray, dem Schweizer Paragleiter Chrigel Maurer, Kolumbiens Mountainbike-Weltmeister Hector-Leonardo Paez-Leon und dem tschechischen Kajak-Fahrer und Seriensieger Lukas Kubrican.

Bei traumhaftem Wetter machten sich die Bergläufer mit Sieger Remo Bonnet (rot) auf den Weg zum Kuhbodentörl.
© Geh/Red Bull

Für die Red-Bull-Mannschaft hatte der Tag noch so gut begonnen mit dem Berglauf-Sieg durch den Schweizer Remi Bonnet („Es war ein harter Kampf mit Joseph“), der nur knapp den Streckenrekord am Kuhbodentörl verpasste. Doch nach einem 15. Rang durch Fabian Costa auf dem Mountainbike waren die Chancen auf einen Podestplatz dahin. Am Ende gab es Rang sechs.

Für die Kolland-Equipe war es indes der vierte Erfolg in Serie. Am Ende erreichten insgesamt 90 Teams und damit 360 Teilnehmer die finale Ziellinie. Bester Mountainbiker wurde dabei nicht Marathon-Fahrer Paez-Leon, sondern der Italiener Fabian Rabensteiner. Der schnellste mit dem Gleitschirm war wenig überraschend Maurer, der die Konkurrenz nach dem schwierigen Abstieg samt Equipment nach der Übergabe der Bergläufer beim Flug ins Tal abhängte. Im Kajak-Bewerb siegte am Samstag nicht zum siebenten Mal Kubrican, sondern in 35:13,2 Minuten Martin Unterthurner (ITA).

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

In Lienz freute man sich über das gute Wetter ebenso wie über die gelungene Durchführung trotz aller Proleme im Vorfeld mit der Corona-Pandemie. „Unser Fokus lag auch heuer trotz der Ungewissheit immer auf der Durchführung des Sportbewerbs“, meinte Organisator Nikolaus Grissmann, dessen Dank sich an die rund 600 freiwilligen Helfer und Behörden richtete.

Mountainbike-Marathon-Weltmeister Hector Paez-Leon hatte am Start so seine Probleme, wurde am Ende aber noch Vierter.
© Geh/Red Bull

Kommentieren


Schlagworte