Kinder aus KZ gerettet: Spaziergang im Gedenken an Innsbrucker Heldin Diana

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Der Gedenkspaziergang fand dieses Mal im kleinen Kreis statt. Am Grab von Budisavljević wurde ein Kranz niedergelegt.
© Vlajic

Innsbruck – Es hat lange gedauert, bis Diana Budisavljević, 1891 als Diana Obexer in Innsbruck geboren, in der Stadt sichtbar wurde. Die stille Heldin rettete im Zweiten Weltkriegs Tausende vorwiegend serbische Kinder aus den KZs des Ustascha-Regimes.

Zu ihrem Gedenken ist im April 2021, nach intensiver Diskussion über die Formulierung, eine Tafel am Geburtshaus in der Maria-Theresien-Straße enthüllt worden. Doch auch sonst gibt es Spuren der Lebensretterin in Innsbruck. Ende August fand nun anlässlich ihres Todestages (20. August 1978) der erste Gedenkspaziergang statt. Initiiert wurde er vom Serbisch Orthodoxen Jugendverein Innsbruck (SPOJI) mit Unterstützung der serbisch-orthodoxen Kirchengemeinde und der serbischen Gemeinschaft Tirols „Wir haben den Spaziergang ins Leben gerufen, um Diana und ihren Helferinnen unseren ewigen Dank auszudrücken sowie ein Zeichen der lebendigen Erinnerungskultur zu setzen“, sagt SPOJI-Obmann Vladimir Vlajić. Diesmal habe der Spaziergang wegen Corona im kleinen Rahmen stattgefunden, er solle nun stets an Dianas Todestag erfolgen. Alle Interessierten werden künftig dazu eingeladen.

Diesmal spazierten etwa 30 Personen nach der Liturgie vor der serbisch-orthodoxen Herz-Jesu-Kirche in Richtung Westfriedhof. Dort fand Diana 1978 im Familiengrab der Familie Obexer ihre letzte Ruhe. Eine Kerze wurde angezündet und Blumen niedergelegt. (pla)


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