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Virologin Von Laer fordert Corona-Antikörperstudie

Mit einer bundesweiten Studie könnte erfasst werden, wie viele Menschen bereits eine Infektion durchgemacht haben und wie es um die Antikörper steht, sagt Virologin Von Laer.

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Der Antikörperwert wird mit einer Blutabnahme bestimmt – die Österreichische Gesundheitskasse zahlt für die Titerbestimmung aber nichts.
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Innsbruck –Nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) besteht keine dringende Notwendigkeit für Corona-Booster-Impfungen. Gleichzeitig gibt es aber Meldungen von Impfdurchbrüchen – besonders in Israel – und dem Anraten eines dritten Stichs. Ob man nach einer Grundimmunisierung oder einer durchgemachten Infektion ausreichend geschützt ist, darüber geben vor allem die Antikörper Auskunft. Um über die Antikörperwerte Bescheid zu wissen, braucht es laut Dorothee von Laer, Virologin an der Med-Uni Innsbruck, eine bundesweite Antikörperstudie.

Weiß man eigentlich, welcher Antikörperwert – der mit einer Blutabnahme bestimmt wird – vor einer Corona-Infektion schützt?

Dorothee von Laer: Man weiß, dass Antikörper und T-Zellen (langfristige Immunantwort) schützen. Wir wissen noch nicht genau, ab welchem Grenzwert es einen Schutz gibt. Wir haben aber in Untersuchungen festgestellt, dass ab dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO standardisierten Antikörperwert von 100 BAU/ml (Binding Antibody Units) zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schutz gegeben ist.


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