Francesco Bagnaia holte ersten Sieg in MotoGP

Der Italiener lieferte sich mit Marc Marquez auf Honda auf den letzten vier Runden ein spannendes Duell. Die Moto2-Teamwertung ging vorzeitig an Red Bull KTM.

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Francesco Bagnaia neben Marc Marquez (r.).
© LLUIS GENE

Alcaniz – Der Ducati-Pilot Francesco Bagnaia hat am Sonntag beim Grand Prix von Aragonien erstmals in der Motorrad-Königsklasse gewonnen. Der Italiener lieferte sich mit Marc Marquez auf Honda auf den letzten vier Runden ein faszinierendes und beinhartes, aber jederzeit faires Duell. Sieben Mal griff der sechsfache MotoGP-Weltmeister an und zog kurzzeitig an Bagnaia vorbei, jedes Mal konterte der 24-Jährige aus Turin aber im Stile eines großen Champions.

„Ein Traum ist mit meinem ersten Sieg wahr geworden“, jubelte Bagnaia. „Es war nicht leicht, vor Marc zu bleiben. Sein Körper ist nicht hundertprozentig fit, aber heute war er sehr wettbewerbsfähig.“ Marquez meinte, er müsse immer noch sein bestes Level finden. „Aber ich habe den Kampf mit ‚Pecco‘ in den letzten Runden genossen.“

Bagnaia ist im 13. Rennen der Saison bereits der achte unterschiedliche Sieger. Nach fünf Podestplätzen ist es aber ein Erfolg mit Ansage. WM-Leader Fabio Quartararo (Yamaha) musste sich mit dem achten Platz zufriedengeben, bleibt aber klar in Führung. Der Franzose weist fünf Rennen vor Schluss 53 Punkte Vorsprung auf den neuen Zweiten Bagnaia auf.

Ein kleines Debakel erlebte die Familie Rossi. Der Ende Saison zurücktretende Superstar Valentino Rossi belegte den 19., sein Halbbruder Luca Marina den 20. Platz - bei 20 Klassierten.

In der Moto2 sicherte sich Red Bull KTM Ajo mit einem Doppelsieg schon fünf Rennen vor Schluss den Gewinn der Team-Wertung. Den Einzel-Titel machen sich der Australier Remy Gardner und der 39 Punkte zurückliegende Spanier Raul Fernandez untereinander aus. Der Moto2-Neuling aus Madrid feierte überlegen seinen fünften Saisonsieg, obwohl er sich vor neun Tagen beim Radfahren den rechten Mittelhandknochen gebrochen hatte. Gardner wurde Zweiter. Österreichs einziger Vertreter, Maximilian Kofler, landete im Nordosten Spaniens in der Moto3 auf Platz 19.(APA/sda/Reuters)


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