Schallenberg in die Wüste geschickt: Besuche in Al Ula und Hegra

Österreichs Außenminister ortet an den historischen Stätten im Nordwesten Saudi-Arabiens Potenzial für eine Tourismuskooperation.

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Außenminister Schallenberg besichtigte gemeinsam mit dem saudischen Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al Saud (Mitte) die Ausgrabungsstätte Madeiin Saleh.
© Michael Gruber

Riad – In die Wüste geschickt wurde Außenminister Alexander Schallenberg am Sonntag zum Abschluss seines Besuchs in Saudi-Arabien. Auf Einladung und in Begleitung seines Amtskollegen Prinz Faisal bin Farhan al-Saud besuchte der ÖVP-Minister die historische Oase vom Al Ula und die Felsengräber der antiken Stadt Hegra im Nordwesten des Königreichs.

Er sei beeindruckt, „wie die Saudis auch mit ihrer präislamischen Geschichte umgehen“, erklärte Schallenberg. Im Tourismusbereich könnten sich somit auch Türen für eine Kooperation zwischen Saudi-Arabien und Österreich öffnen. Danach stand für den Außenminister der Weiterflug in das Sultanat Oman auf dem Programm.

Sowohl Al Ula als auch Hegra lagen dereinst an der sogenannten Weihrauchstraße, einer antiken Handelsroute. Al Ula ist der biblische Ort Dadan, der mehrmals im Alten Testament erwähnt wird. Aufgrund der Bedeutung für den Weihrauchhandel befand sich die Oase spätestens ab den beiden letzten vorchristlichen Jahrhunderten unter der Herrschaft des südarabischen Königreiches Ma‘in. Heute besteht der historische Teil der Stadt überwiegend aus Ruinen, die aber ein beliebtes Touristenziel sind.

© Michael Gruber

Die ehemalige Handelsmetropole und Karawanserei Hegra wurde ursprünglich von den Nabatäern gegründet. Die Festung der Stadt wurde später von den Römern zu einer Grenzgarnison am Limes Arabicus umgebaut. Heute sind in der Ausgrabungsstätte bei Mada‘in Salih gut erhaltene Felsengräber zu besichtigen. (APA)

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