Schlag gegen Mafia-Clan auf Sizilien endete mit acht Festnahmen

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Rom – Die Polizei auf Sizilien hat acht mutmaßliche Mafiosi festgenommen und einen geplanten Mord verhindert. Bei dem potenziellen Opfer handelte es sich um einen Mann, der trotz "Warnungen" die Mafia-Spitze herausgefordert hatte. Weil er einen lokalen Mafia-Boss bedroht hatte, war der Mann bereits schwer durch Schläge verletzt worden, berichteten die Ermittler.

Den acht Verdächtigen, die einem Clan aus Bagheria, seit jeher einer Mafia-Hochburg auf Sizilien, angehören, wurden Mafiaverbindungen, Drogenhandel, Besitz und Verkauf illegaler Waffen, Erpressung, schwere Körperverletzung, Misshandlung und Verbrechen mit mafiösen Methoden vorgeworfen. Die Ermittlungen wurden von einer Gruppe von Richtern und Staatsanwälten koordiniert. Ihnen gelang es, die Verflechtungen der Organisation in den Drogenhandel, in der Verwaltung von Wettbüros und in Erpressungsfälle zu rekonstruieren.

Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Kopf der Mafiafamilie über ein Waffenarsenal verfügte. Ein Bauunternehmer, der seit langem als Strohmann der Mafiafamilie gilt, wurde ebenfalls angezeigt, berichteten italienische Medien. (APA)


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