Tourismusgipfel in Wien: „Es muss eine Wintersaison geben“

Touristiker und Seilbahner ringen mit der Politik um die Regeln für den kommenden Winter. Noch fehlt ein endgültiger Durchbruch.

  • Artikel
  • Diskussion (1)
Beim Tourismusgipfel wurden mögliche Maßnahmen für die heurige Wintersaison diskutiert.
© Thomas Böhm

Wien, Innsbruck – Beim gestrigen Tourismusgipfel in Wien mit Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) sowie bei Spitzenvertretern der Länder und aus der Wirtschaft wurden mögliche Maßnahmen für die heurige Wintersaison (die letzte war wegen des Corona-Lockdowns komplett ausgefallen) diskutiert. Dabei ging es um strenge Regeln für Après-Ski, angelehnt an jene für die Nachtgastronomie, weiters um die Seilbahnen (hier soll es keine Kapazitätsbeschränkungen geben). Diskutiert wurden auch mögliche Maßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa auch die K1- und K2-Regelungen.

Die aus dem Tourismusgipfel resultierenden Maßnahmen würden noch diese Woche mit dem Gesundheitsministerium endverhandelt und präsentiert, sagt Köstinger. „Die Maßnahmen bauen auf dem 3-Stufen-Plan der Bundesregierung auf und werden die Regeln vor allem für Après-Ski und die Seilbahnen präzisieren.“

Unbedingtes Ziel der Bundesregierung sei es, eine Überforderung der Spitalskapazitäten sowie eine Einstufung von Österreich als Risikogebiet zu verhindern, so Köstinger. Nur so sei eine Wintersaison möglich. Dazu brauche es „klare einfache und wirksame Winterregeln“. Urlaub in Österreich müsse und werde auch zum Schutz der Gäste und Beschäftigten sicher sein. Im Sommer habe die Branche bereits bewiesen, dass umfassende Sicherheitskonzepte funktionieren können.

Zufrieden mit dem gestrigen Gespräch zeigt sich auch Tirols Landeshauptmann Günther Platter. „Klar ist, es muss eine Wintersaison geben, denn der gravierende Unterschied zum letzten Jahr ist: Es gibt eine Impfung, die wirkt.“ Nun gehe es in den nächsten Tagen um die Detailabstimmungen. Noch diese Woche solle es Klarheit für die Branche geben, welche Regeln im Winter gelten. „Ich appelliere jedenfalls für praktikable Lösungen, damit auch der Vollzug der Maßnahmen gewährleistet ist.“ Im Tourismus werde jedenfalls alles unternommen, damit die Wintersaison sicher ist.

"Ice Road": 50x2 Karten für den Premieretag gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

In der Gastronomie und der Hotellerie gilt derzeit der 3-G-Nachweis als „Eintrittskarte“, in die Nachtgastronomie ist ein Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder mit einem PCR-Test möglich. Mit Corona-Test war im Vorjahr Skifahren für Einheimische erlaubt, Hotels und Gastronomie waren aber zu – im Gegensatz zur Schweiz, wo neben den Seilbahnen auch die Hotels öffnen durften. In der letzten Vor-Corona-Wintersaison 2018/10 gab es in Tirol fast 27,5 Mio. Nächtigungen und Milliardenumsätze. (va)


Kommentieren


Schlagworte