Bestellung des neuen ORF-Führungsteams geht ins Finale

Am Donnerstag bestellt der ORF-Stiftungsrat das Weißmann-Team. Auf Landesdirektorenebene dürfte der Frauenanteil von derzeit zwei auf drei bis vier Direktorinnen steigen.

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Das Team rund um den designierten ORF-Generaldirektor Roland Weißmann nimmt Form an.
© ROLAND SCHLAGER

Wien – Die Bestellung des neuen ORF-Führungsteams geht ins Finale. Am Donnerstag bestellt der 35-köpfige Stiftungsrat auf Vorschlag des designierten ORF-Generaldirektors Roland Weißmann mit einfacher Mehrheit die 13 Direktorinnen und Direktoren. Der Großteil des neuen Teams scheint fix, offene Bewerberrennen gibt es noch in einzelnen Landesstudios, die entsprechenden Entscheidungen fallen Dienstag und Mittwoch.

Als gesetzt gilt das zentrale Direktorenteam Weißmanns, der dabei der derzeitigen Direktionsstruktur treu bleibt. ORF III-Geschäftsführerin Eva Schindlauer dürfte Finanzdirektorin werden. Als Favoritin für die Programmdirektion gilt Puls 4-Senderchefin Stefanie Groiss-Horowitz. Die Radiodirektion soll ORF III-Chefredakteurin Ingrid Thurnher übernehmen. GIS-Chef Harald Kräuter wird als künftiger Technikdirektor gehandelt. Bei den zentralen Direktorenposten zeichnet sich damit eine Erhöhung des Frauenanteils von derzeit 50 auf 75 Prozent ab.

Mehr Frauen im Direktorenteam war eines der erklärten Ziele Weißmanns für die Zusammenstellung seines Teams. Auf Landesdirektorenebene dürfte der Frauenanteil von derzeit zwei auf drei bis vier Direktorinnen steigen. Bei der Bestellung der ORF-Landesdirektoren haben die jeweiligen Landeshauptleute ein gesetzlich bestimmtes Anhörungsrecht.

Als fix gelten die Bestellung von Robert Ziegler in Niederösterreich, Klaus Obereder in Oberösterreich, Gerhard Koch in der Steiermark sowie Waltraud Langer in Salzburg. In Vorarlberg gilt Markus Klement als Favorit, daneben wurden mit Marion Flatz-Mäser und Angelika Simma-Wallinger auch zwei weibliche Kandidatinnen ins Spiel gebracht. Im Tiroler ORF-Landesstudio, das in den vergangenen Jahren durch interne Streitigkeiten auffiel, deutete zuletzt einiges auf Esther Mitterstieler.

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Offen sind noch die drei SPÖ-regierten Bundesländer Wien, Burgenland und Kärnten. In Wien gilt Edgar Weinzettl als Favorit, beworben hat sich aber auch die derzeitige Programmdirektorin Kathrin Zechner. Sie hat auch eine Bewerbung für die Programmdirektion abgegeben. Im Burgenland dürfte die Entscheidung zwischen Elisabeth Pauer und Walter Schneeberger fallen.

Die Entscheidung über die Besetzung in Kärnten fällt ebenfalls auf den letzten Metern. Die amtierende Landesdirektorin Karin Bernhard - sie erreicht heuer das Regelpensionsalter und kann abschlagsfrei in Pension - hat sich neuerlich beworben. Im Landesstudio gilt sie wegen ihres Führungsstils allerdings als umstritten. Aussichtsreiche Chancen auf den Posten werden deshalb dem amtierenden Technikdirektor Michael Götzhaber eingeräumt. Er hat sich für Kärnten und die Technikdirektion beworben, die er seit zehn Jahren leitet. Götzhaber kommt aus dem Kärntner Landesstudio und verfügt über einen guten Draht zum dortigen Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ). (APA)


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