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Kletter-Ass Schubert im Interview: „Nach Tokio war der Tank leer“

Sechs Wochen nach dem mit Bronze veredelten Olympia-Traum beginnt für Jakob Schubert und das 15-köpfige österreichische Aufgebot die Kletter-WM in Moskau. Titelkämpfe unter besonderen Vorzeichen.

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Tirols Kletter-Stolz – Jakob Schubert auf dem Dach des Hauses der Musik in Innsbruck.
© Simon Rainer

Das olympische Feuer in Tokio ist gefühlt noch kaum erloschen, stehen ab heute die Weltmeisterschaften in Moskau an. Seltsam, oder?

Jakob Schubert: Für die Olympia-Kletterer auf alle Fälle. Durch die Verschiebung der Spiele um ein Jahr ist es zu dieser unglücklichen Konstellation gekommen. Nicht wenige verzichten deshalb auch auf die WM, für mich war aber immer klar, dass ich die Titelkämpfe noch mitnehme. Wenn auch unter anderen Vorzeichen.

Die da wären?

Schubert: Das ultimative Ziel in diesem Jahr war Olympia. Und nachdem das mit dieser so hart erkämpften Bronzemedaille für mich bestmöglich ausgegangen ist, ist wahnsinnig viel Druck und Spannung abgefallen. Ich war gleich nach Tokio noch einmal trainieren und es hat sich angefühlt, als wäre ich fünf Jahre nicht mehr in einer Wand gewesen. Der Tank war leer und der Biss komplett weg. Wie ausgeknipst. Deshalb habe ich mir dann eine Auszeit gegönnt, war zweimal ein paar Tage am Gardasee und habe vor drei Wochen wieder mit dem WM-Aufbau begonnen.


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